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11.09.2011

16:58 Uhr

Möglicher Verkauf

Lufthansa prüft Trennung von Sorgenkind BMI

Die Lufthansa erwägt einen Verkauf ihrer defizitären britischen Tochterfirma BMI. Der Konzern wird zur Belastung für Lufthansa, weil er nicht in die Strategie passt und in England kein Fuß auf den Boden bekommt.

BMI-Maschine auf dem Flughafen London-Heathrow: Gegen die übermächtige British Airways hat die Lufthansa-Tochter keine Chance. dpa

BMI-Maschine auf dem Flughafen London-Heathrow: Gegen die übermächtige British Airways hat die Lufthansa-Tochter keine Chance.

FrankfurtDie Lufthansa prüft nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters einen Verkauf ihrer verlustreichen britischen Tochter BMI. Der Konzern habe die Bank Morgan Stanley damit beauftragt, mögliche Käufer zu finden, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Sonntag. Die Lufthansa wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer hatte bereits Anfang September gesagt, der Konzern prüfe als eine von mehreren Optionen, einen Partner für BMI zu finden. Wer das sein könnte, wollte er nicht sagen. Eine Bank werde Lufthansa bei der Suche unterstützen. BMI hat im ersten Halbjahr bei einem Umsatz von 396 Millionen Euro einen Verlust von 120 Millionen Euro geschrieben. Das Unternehmen entwickelt sich damit zur Belastung für den ganzen Konzern. Sanierungsversuche verliefen im Sande.

BMI fügt sich nur schwer in die Lufthansa-Strategie ein, wonach Kurzstreckenangebote vor allem eine Zubringerfunktion für die großen Drehkreuze des Unternehmens haben. BMI ist zwar an Europas größtem Flughafen London-Heathrow vertreten, hat dort aber kaum Chancen gegen die übermächtige British Airways, die mit der spanische Iberia unter dem Dach der International Consolidated Airlines zusammengeschlossen ist. Zudem hatte Lufthansa BMI verstärkt als Ferienflieger in die Urlaubsländer Nordafrikas ausgerichtet. Dieses Geschäft brach jedoch wegen der Unruhen in der Region ein.

Von

rtr

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