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11.01.2005

16:15 Uhr

Mörderischer Preiskampf droht nun

2004 war für Lufthansa Rekordjahr

Die Deutsche Lufthansa hat im Dezember die Passagier- und Frachtzahlen gesteigert. Im vergangenen Jahr wurden damit insgesamt 50,9 Millionen Passagiere befördert und so ein neuer Rekordwert erreicht.

Die Lufthansa konnte 2004 glänzen. Foto: dpa

Die Lufthansa konnte 2004 glänzen. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Mit glänzenden Zahlen kann die Lufthansa somit in diesem Jahr den 50. Jahrestag der Wiederaufnahme des Linien-Flugverkehrs nach dem Zweiten Weltkrieg feiern. Doch der Boom der Billigflieger wird die größte deutsche Fluggesellschaft in Atem halten - den Airlines droht ein mörderischer Preiskampf, der für die Verbraucher vor allem eines bedeutet: Fliegen wird immer billiger.

In den USA ging es zum Jahreswechsel Schlag auf Schlag: Zunächst senkte die drittgrößte amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines die Preise für Flüge innerhalb der USA um bis zu 50 %. Das verlustreiche Unternehmen reagierte damit auf den Druck durch die Billigflieger. Andere amerikanische Airlines folgten. „Der Preiskampf macht mir Sorgen“, sagt Analyst Ulrich Horstmann von der Bayerischen Landesbank. Delta setze nun auf eine Marktbereinigung. Das heißt: Auf den Untergang von Konkurrenten.

Auch die Lufthansa versucht mit Schnäppchenpreisen um Kundschaft zu werben. Doch an das Preisniveau vieler Billigflieger, die einen Teil ihrer Sitzplätze für nur 19 oder 29 € anbieten, kommt das Unternehmen nach Einschätzung von Analysten kaum heran. „Wir scheuen keinen Wettbewerb“, sagt Lufthansa-Sprecher Thomas Ellerbeck. Aber der Wettbewerb dürfe auch nicht durch die Subventionierung kleiner Billigflieger-Flughäfen durch die Kommunen verzerrt werden. Derzeit bereite das Unternehmen eine Preisaktion anlässlich des Jubiläums vor.

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