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15.08.2014

03:26 Uhr

Monster-Übernahme

Coca-Cola will mit Energy Drinks expandieren

Das traditionelle Brausegeschäft des Getränkeherstellers leidet unter dem steigenden Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten. Mit einer Milliardenbeteiligung am Energy-Drink-Hersteller Monster will sich Coca-Cola stärken.

Energy Drinks von Monster: Coca-Cola vertreibt Monster-Produkte bereits in den USA und Kanada. AFP

Energy Drinks von Monster: Coca-Cola vertreibt Monster-Produkte bereits in den USA und Kanada.

New York/Atlanta/CoronaCoca-Cola will sich mit Energy Drinks stärken. Der US-Getränkemulti steigt für 2,15 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) mit 16,7 Prozent beim kalifornischen Spezialisten Monster Beverages ein, wie beide Unternehmen am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) bekanntgaben. Die Beteiligung ist Teil einer langfristigen Partnerschaft.

Coca-Cola bringt seine Energy-Drink-Sparte bei Monster ein und stellt zwei Aufsichtsräte. Monster tritt im Gegenzug alle seine restlichen Getränkemarken ab und bedient dafür künftig exklusiv das Geschäft mit Energy Drinks bei Coca-Cola.

Die Monster-Aktie stieg um mehr als 20 Prozent im späten New Yorker Handel. Coca-Cola kletterte etwas mehr als ein Prozent ins Plus.

Die größten Bierbrauer weltweit

Platz 10

BGI / Groupe Castel (Frankreich)

Das französische Traditionsunternehmen BGI / Groupe Castel verkauft nicht nur Bier, sondern auch Wein und Soft Drinks. Insbesondere in Afrika sind die Franzosen mit ihren Marken Castel und Flag gut aufgestellt.

Ausstoß (Mio. hl): 29,8

*Quelle: Barth-Haas Group/Statista, alle Zahlen für 2015

Platz 9

Kirin (Japan)

Die Japaner haben durchaus Sinn für ausgefallene Bierkreationen, entwarfen vor wenigen Jahren ein Frozen Beer. Obwohl die Brauerei, die zum Industriekonglomerat Mitsubishi gehört, ihre Vormachtstellung auf dem Heimatmarkt vor zehn Jahren an Asahi abtreten musste, ist sie global führend.

Ausstoß (Mio. hl): 43,1

Platz 8

Beijing Yanjing Beer Company (China)

Yanjing ist der Durchstarter in Asien. In rasantem Tempo hat sich das Kleinunternehmen zu einem mächtigen Konzern im asiatischen Raum entwickelt. Die Gründung der Brauerei liegt nur gut 30 Jahre zurück.

Ausstoß (Mio. hl): 48,3

Platz 7

Molson-Coors (USA/Kanada)

Die Erfinder des Dosenbiers sind auch international längst eine Größe. 2012 übernahm das Unternehmen die tschechische Brauereigruppe StarBev, zu der auch Staropramen gehört. Dadurch gehören die Amerikaner vor allem in Osteuropa zu den führenden Brauern.

Ausstoß (Mio. hl): 58,1

Platz 6

Tsingtao Brewery (China)

Die Chinesen haben ihren Einfluss in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Als einer der Hauptsponsoren der olympischen Spiele von 2008 in Peking hat sich Tsingtao fest etabliert. Bereits seit 1972 vertreibt die Firma ihre Produkte auch in den USA.

Ausstoß (Mio. hl): 70,5

Platz 5

China Resource Brewery (China)

Dieses Unternehmen setzt auf Kompetenz aus Europa: Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“ für den chinesischen Markt. Und das durchaus erfolgreich. Wächst die Marke weiter wie bisher, dürfte bald im Ranking aufsteigen.

Ausstoß (Mio. hl): 117,4

Platz 4

Carlsberg (Dänemark)

Die Dänen haben sich längst von einer regionalen Marke zum Global Player entwickelt. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

Ausstoß (Mio. hl): 120,3

Platz 3

Heineken (Niederlande)

Die Welt trinkt Heineken, möchte man meinen. Die Marke hat sich international längst etabliert. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

Ausstoß (Mio. hl): 188,3

Platz 2

SAB Miller (Vereinigtes Königreich)

Die britische Brauerei ist berühmt-berüchtigt für das „Miller“. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

Ausstoß (Mio. hl): 191,3

Platz 1

Anheuser-Busch Inbev NV/ SA (Belgien)

Der amerikanisch-belgisch-brasilianische Brauriese kann seinen Marktenteil sogar weiter steigern. Mittlerweile stammt jedes fünfte Bier, das weltweit verkauft wird, aus dem Konzern. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Ausstoß (Mio. Hektoliter): 409,9

Beide Unternehmen vereinbarten, bei der Produktion sowie beim Marketing und Vertrieb zusammenzuarbeiten. Coca-Cola vertreibt Monster-Produkte bereits in den USA und Kanada. Weil sich das Wachstum für Energy Drinks auf dem amerikanischen Markt abschwächt, will Coca-Cola expandieren. Vor allem global betrachtet sei sehr viel Potenzial im Markt, sagte Analyst Ali Dibadj der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das Investment passt in die Strategie des weltgrößten Brauseherstellers. Coca-Colas Hauptgeschäft, der Verkauf von Limonaden wie Cola, Fanta oder Sprite, leidet unter dem zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten. Der Konzern schaut sich daher ständig nach neuen, vielversprechenden Produkten um. Erst im Mai kaufte sich Coca-Cola beim Kaffeehersteller Keurig Green Mountain ein.

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