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22.02.2014

00:32 Uhr

Nach 21 Stunden

Streik am Frankfurter Flughafen beendet

Nach einem chaotischen Streiktag startet der Frankfurter Flughafen in einen neuen Tag. Die Folgen des Ausstandes der Sicherheitsleute sind noch immer zu spüren. Die Beteiligten werfen sich gegenseitig Versäumnisse vor.

Gestrandete Passagierin am Flughafen von Frankfurt am Main: Der Warnstreik hatte Deutschlands größten Flughafen am Freitag nahezu lahmgelegt. dpa

Gestrandete Passagierin am Flughafen von Frankfurt am Main: Der Warnstreik hatte Deutschlands größten Flughafen am Freitag nahezu lahmgelegt.

Frankfurt/MainNach dem 21-stündigen Warnstreik am Frankfurter Flughafen sind die ersten Sicherheitsleute wieder im Dienst. Der Regelbetrieb sei um 23.00 Uhr aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Doch die Folgen des Ausstandes, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, waren auch in der Nacht zum Samstag noch zu spüren - für gestrandete Reisende standen Feldbetten bereit. Am Samstag sollten Fluggäste mehr Zeit für die Abfertigung einplanen und sich bei den Airlines über ihre Flüge informieren, riet der Sprecher.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zog eine positive Bilanz des Warnstreiks. Die Gewerkschaft sei von der Beteiligung an dem Ausstand „völlig überwältigt“, erklärte der Leiter des Streiks, Mathias Venema, am Freitagabend. Demnach beteiligten sich mindestens 800 Angestellte an dem Ausstand. Die große Beteiligung zeige, „dass es den Beschäftigten ernst ist“, erklärte Venema.

Der Streik hatte am Freitagmorgen 02.00 Uhr begonnen. Verdi fordert in dem Tarifstreit für die Beschäftigten einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die Arbeitgeber boten der Gewerkschaft zufolge bislang nur 10 bis 13 Euro. Verdi hatte den größten deutschen Flughafen mit dem ganztägigen Warnstreik ins Chaos gestürzt und sich damit auch den Zorn von Fluggesellschaften und des Flughafen-Betreibers zugezogen.

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In den Terminals drängten sich zeitweise Tausende Fluggäste. Nur wenige Passagiere konnten ihre Maschinen erreichen, weil das Personal an den Passagierkontrollen fehlte.

Kritik von Seiten des Flughafenbetreibers wies Venema am Freitag zurück. In vergleichbaren Fällen hätten die Fluggesellschaften mehr Flüge gestrichen und auch der Flughafenbetreiber Fraport habe die Situation falsch eingeschätzt. Den Ausfall einer so großen Zahl qualifizierter Mitarbeiter hätte man nicht kompensieren können, konterte dagegen ein Fraport-Sprecher. Verdi habe die Zustände billigend in Kauf genommen.

In den Bereichen Personenkontrolle, Frachtkontrolle, Flughafensicherheit und Services sind laut Gewerkschaft insgesamt rund 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

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