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13.10.2016

22:11 Uhr

Nach Adidas-Trennung

Nike rüstet Abramowitsch-Club Chelsea auf

Der Fußball-Spitzenclub FC Chelsea wird am Mitte 2017 von Nike ausgerüstet. Dafür wird der US-Sportartikelhersteller wohl tief in die Tasche greifen dürfen. In Medienberichten wird über enorme Summen spekuliert.

Bis 2017 noch rüstet Adidas den FC Chelsea aus, dann übernimmt der US-Sportartikelhersteller Nike. Reuters

Nike

Bis 2017 noch rüstet Adidas den FC Chelsea aus, dann übernimmt der US-Sportartikelhersteller Nike.

LondonNach der Trennung von Adidas und dem FC Chelsea rüstet künftig Nike den englischen Fußballclub aus - und zahlt dafür mutmaßlich doppelt so viel Geld wie bislang die Franken. Der Verein aus London, der dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch gehört, gab den Deal am Donnerstag bekannt und erklärte, es sei die weitreichendste Vereinbarung, die man je geschlossen habe.

Chelsea nannte keine finanziellen Details, in Medienberichten war aber von rund 60 Millionen Pfund (rund 66 Millionen Euro) pro Saison die Rede, die Nike zahlt. Starten soll der Kontrakt im Juni 2017.

Derzeit rüstet Adidas Chelsea aus. Der Konzern hatte aber im Mai erklärt, der Verein beende den Vertrag schon 2017 und damit sechs Jahre früher als vereinbart und zahle Adidas dafür einen zweistelligen Millionen-Betrag. Britische Medien gehen davon aus, dass die Franken etwa 30 Millionen Pfund pro Saison gezahlt haben.

Die wichtigsten Nationalteams der Sportkonzerne

Adidas – Deutschland

Seit mehr als 60 Jahren schon stürmen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und Adidas gemeinsam übers Feld. Die Liaison begann mit dem „Wunder von Bern“, dem überraschenden Titelgewinn 1954 bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz. Lange verhandelten der DFB und die Marke mit den drei Streifen über eine Verlängerung des 2018 auslaufenden Ausrüstervertrags – letztlich mit Erfolg.

Autor: jojo

Spanien

Nach Deutschland ist Spanien das wichtigste europäische Nationalteam von Adidas: Das Team gewann die Europameisterschaften 2008 und 2012 sowie die Weltmeisterschaft 2010. Im Sommer hat Adidas den Vertrag mit den Spaniern bis 2026 verlängert. Die deutsch-iberische Liaison währt nun schon seit mehr als 30 Jahren.

Russland

Über Jahre hinweg war Russland der Wachstumsmarkt schlechthin für Adidas. Entsprechend wichtig war es, das russische Nationalteam unter Vertrag zu haben. Allerdings läuft das Geschäft in Russland inzwischen nur noch verhalten, Wirtschaftskrise und Sanktionen des Westens halten die Kunden davon ab, neue Turnschuhe zu kaufen. Doch 2018 soll die WM in dem Land stattfinden, daher ist die Mannschaft für Adidas noch immer attraktiv.

Argentinien

Im fußballbegeisterten Südamerika ist der argentinische Verband das Zugpferd für Adidas. Das Team stand zuletzt im WM-Endspiel gegen Deutschland – und verlor. Adidas war das letztlich egal, schließlich gewann ein anderes von der Marke gesponsertes Team: Deutschland.

Nike – Brasilien

Weltweit betrachtet ist Brasilien das wichtigste Team, das für die Marke von der amerikanischen Westküste spielt. Allerdings sind die erfolgsverwöhnten Südamerikaner weit von einer für sie selbst akzeptablen Form entfernt. Bei der Heim-WM 2014 schied die Mannschaft schmachvoll gegen Deutschland aus, bei der Copa América diesen Sommer schafften es die Brasilianer ebenfalls nicht ins Finale.

England

Die letzten großen Erfolge des englischen Nationalteams liegen mehr als vier Jahrzehnte zurück. Trotzdem ist die Mannschaft für Nike wichtig, weil die fußballverrückten Engländer sich gerne mit neuen Trikots einkleiden.

Frankreich

Das Land richtet die EM 2016 aus und ist damit der Hoffnungsträger von Nike für das kommende Jahr. Bei den letzten großen Turnieren allerdings hat die Equipe Tricolore nicht besonders glorreich gespielt. Vergangenes Jahr schieden Les Bleus bei der WM im Viertelfinale gegen Deutschland aus.

Niederlande

Der Totalausfall im Portfolio von Weltmarktführer Nike. Die Niederländer haben es verpasst, sich für die EM kommendes Jahr in Frankreich zu qualifizieren.

Puma – Italien

Die Tifosi sind das Aushängeschild von Puma und das einzige europäische Team der Marke, das international ganz vorne mitspielt. Allerdings liegt der letzte Titelgewinn nun schon fast zehn Jahre zurück: 2006 gewannen die Italiener die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Österreich

Österreich hat sich überzeugend für die EM 2016 qualifiziert. Das macht Puma Hoffnung, dass es sich doch noch lohnt, das zuvor über Jahre erfolglose Team auszustatten.

Schweiz

Die Eidgenossen spielen seit Jahren bei Europa- und Weltmeisterschaften mit und machen Puma deshalb viel Freude. Zu einem Titelgewinn allerdings hat es bislang noch nicht gereicht.

Elfenbeinküste

Puma sponsert seit Jahren zahlreiche afrikanische Teams – und feiert mit ihnen immer wieder große Erfolge. 2015 war der Puma-Partner Elfenbeinküste beim Afrika-Cup siegreich, dem afrikanischen Pendant zur Europameisterschaft.

Adidas rüstete Chelsea seit 2006 aus. Seither haben die Kicker aus London einmal die Champions League gewonnen und wurden zweimal englischer Meister. Im vergangenen Jahr lief es aber schlecht, so dass der Club in dieser Saison international nicht vertreten ist. In der aktuellen Tabelle liegt das Team hinter großen Namen wie Manchester United, Manchester City, dem FC Liverpool und dem FC Arsenal auf Rang sieben.

Von

rtr

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