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13.11.2013

19:39 Uhr

Nach Börsengang

Constantia Flexibles plant Einkaufstour

Der österreichische Verpackungshersteller Constantia Flexibles will auf Einkaufstour gehen, sobald sein Börsengang vollzogen ist. Das Unternehmen hat über 50 mögliche Übernahmeziele im Visier.

Verpackungshersteller Constantia Flexibles will sein Debüt an den Börsen Frankfurt und Wien am 27. November feiern. ap

Verpackungshersteller Constantia Flexibles will sein Debüt an den Börsen Frankfurt und Wien am 27. November feiern.

WienDer österreichische Verpackungshersteller Constantia Flexibles will nach seinem für Ende November geplanten Börsengang auf Einkaufstour gehen. Das Unternehmen habe über 50 mögliche Übernahmeziele im Blick, teilte Constantia Flexibles am Mittwoch im Prospekt zum geplanten Börsengang mit. Die ins Visier genommenen Firmen erzielten jeweils einen Umsatz von 30 bis 100 Millionen Euro.

Constantia Flexibles will sein Debüt an den Börsen Frankfurt und Wien am 27. November feiern. Doch das meiste Geld Jahr fließt an den Finanzinvestor One Equity Partners (OEP), der mit dem Kapitalmarktdebüt nach vier Jahren seinen Ausstieg bei Constantia vorbereitet. Lediglich 100 Millionen Euro sollen dem Verpackungshersteller zu gute kommen.

Aktionäre will das Wiener Unternehmen, das Verpackungen für die Nahrungsmittel- und Pharmabranche produziert, mit der Aussicht auf steigende Gewinne und Dividenden locken. In den ersten neun Monaten kletterten die Erlöse um 24,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 22,2 Prozent auf 175,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Constantia Flexibles weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. Davon sollen auch die Anteilseigner profitieren - künftig will das Unternehmen 20 bis 30 Prozent des Nettogewinns ausschütten.

Der Konzern, der 2012 mit mehr als 8000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 187,6 Millionen Euro erzielte, sieht sich in Europa als Nummer zwei der Branche. Weltweit sei Constantia Flexibles die Nummer vier hinter den Marktführern Amcor und Bemis.

Mindestens die Hälfte der Anteile sollen an die Börse gebracht werden. Constantia Flexibles wird dabei mit bis zu 1,4 Milliarden Euro bewertet. Der Börsengang der Wiener wäre damit das bislang zweitgrößte Börsendebüt in Frankfurt in diesem Jahr: Die Wohnimmobilienfirma LEG hatte im Januar letztlich 1,17 Milliarden Euro eingenommen.

Die Verpackungshersteller bietet Investoren von Donnerstag bis zum 26. November bis zu 28 Millionen Aktien zu einem Preis von je 19,50 bis 25,50 Euro an. Der Großteil der Papiere (24,08 Millionen) stammt aus dem Besitz der bisherigen Eigentümer. Das ist neben dem Finanzinvestor OEP, der 73 Prozent an Constantia Flexibles hält, die Turnauer-Stiftung, hinter der die Altaktionäre von Constantia stehen. Sie hält 23 Prozent an dem Unternehmen und hatte erklärt, ihre Beteiligung zumindest zu halten. Dazu müsste sie selbst beim Börsengang Aktien kaufen. Läuft das IPO gut, könnten die Banken weitere 4,2 Millionen Constantia-Aktien als Platzierungsreserve verkaufen. Damit würde der Streubesitz auf 57,5 Prozent steigen. Begleitet wird der Börsengang von der Deutschen Bank, Goldman Sachs und JPMorgan.

Die Firma war bereits einmal an der Börse notiert - unter dem Dach der Mutter Constantia Packaging. OEP hatte Constantia Packaging 2009 gekauft und von der Börse genommen. Einen Teil - den Aluminiumkonzern Amag, der auch Zulieferer für Constantia Flexibles ist - hatte der Finanzinvestor schon 2011 an die Wiener Börse gebracht.

Von

rtr

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