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27.06.2016

20:19 Uhr

Nach Brexit-Votum

Ryanair will Investitionen stärker in die EU lenken

Die irische Fluggesellschaft Ryanair reagiert auf die Wahl für einen Austritt Großbritanniens aus der EU: Europas größter Billigflieger will sein gesamtes Wachstum in die Europäische Union lenken.

Der Chef der Billigfluglinie Ryanair plant nach dem Brexit keine neuen Maschinen für die britischen Strecken. AFP; Files; Francois Guillot

Michael O'Leary

Der Chef der Billigfluglinie Ryanair plant nach dem Brexit keine neuen Maschinen für die britischen Strecken.

DublinNach dem „Brexit“-Votum will Europas größter Billigflieger Ryanair seine Investitionen in Großbritannien eindampfen. Die irische Fluggesellschaft werde sich stärker auf die verbleibenden EU-Länder konzentrieren, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem am Montag veröffentlichten Interview des „Wall Street Journal“. Im nächsten Jahr seien keine neuen Maschinen für die britischen Strecken vorgesehen. „Wir werden unser ganzes Wachstum in die Europäische Union lenken.“ An seinen Wachstumszielen halte Ryanair aber fest.

Zwar sei nach der Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt in den nächsten drei bis vier Monaten mit erheblicher Unsicherheit zu rechnen, sagte O'Leary. Kurzfristig werde es aber nur geringfügige Beeinträchtigungen bei den Buchungen für Flüge von und nach Großbritannien geben. Allerdings werde der eingebrochene Pfund-Kurs die Bilanz belasten, die in Euro abgerechnet wird. Für Ryanair ist Großbritannien bislang der größte Markt. Bei einem britischen EU-Austritt müssten aber die entsprechenden Luftverkehrsverträge neu ausgehandelt werden.

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Die Billig-Fluglinie Ryanair glänzt mit einem Rekordergebnis. Der Erfolg der Iren ist ein Warnschuss für Lufthansa und Air Berlin. Denn die Lowcost-Airline will mit billigeren Tickets den Preiskampf in Europa anheizen.

Wegen der Unsicherheit über die weitere Entwicklung sind die Aktien der Airlines seit der „Brexit“-Entscheidung am Donnerstag eingebrochen. Die Ryanair-Papiere fielen mehr als 23 Prozent. Auch die Titel des britischen Rivalen Easyjet und der British-Airways-Mutter IAG gerieten kräftig unter Druck. IAG kassierte bereits seine Gewinnprognose für dieses Jahr ein.

Von

rtr

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