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18.04.2013

19:11 Uhr

Nach Engpässen

Milupa steigert Produktion von Baby-Milchpulver

Seit Monaten stehen Eltern vor leeren Regalen, wenn sie die Trockenmilch für ihre Babys kaufen wollen. Der Handel hat mit Rationierungen reagiert. Grund für den Engpass: Großeinkäufe für den China-Export.

Milupa Aptamil und Milumil im Regal eines Drogeriemarktes: Milupa hat die Produktion erhöht. dpa

Milupa Aptamil und Milumil im Regal eines Drogeriemarktes: Milupa hat die Produktion erhöht.

FriedrichsdorfDer Babynahrungshersteller Milupa will die gravierenden Engpässe bei seinen Trockenmilch-Produkten sehr bald entschärfen. Eine neue Produktionslinie sei angelaufen, sagte Unternehmenssprecher Stefan Stohl am Donnerstag in Friedrichsdorf bei Frankfurt. „Wir hoffen auf eine spürbare Entspannung in den kommenden Wochen.“ Das sei auch dringend notwendig. Seit Monaten häuften sich Anrufe besorgter Eltern, weil die Baby-Produkte Milumil und Aptamil oft nicht greifbar seien.

Die zum Danone-Konzern gehörende Milupa GmbH vermutet, dass Privatleute und Kleinunternehmer die Regale leerkaufen, um die nur für den deutschen Markt bestimmten Produkte nach China zu exportieren. Dort gelte Trockenmilch aus Deutschland als besonders vertrauenswürdig, sagte Stohl. Das Unternehmen habe aber auch in England und den Niederlanden ähnliche Probleme wie in Deutschland.

Hintergrund ist der Skandal um mit der Industriechemikalie Melamin verseuchte Milch in China 2008, bei dem mindestens sechs Säuglinge starben und rund 300.000 erkrankten. Mit anderen Worten: Die Sorge chinesischer Eltern um die Gesundheit ihre Kinder führt in Deutschland zu Engpässen.

Die Zahl der monatlich verkauften Säuglingsmilch-Packungen von Milupa war 2012 innerhalb weniger Monate um ein Drittel gestiegen, der Marktanteil sprunghaft auf etwa 45 Prozent geklettert. Seit Monaten stehen Eltern immer wieder vor leeren Regalen, deren Babys die Säuglingsnahrung des Marktführers bevorzugten. Die „Bild“-Zeitung zitierte eine besorgte Mutter: „Ich kann nicht einfach die Marke wechseln, sonst bekommt mein Baby Bauchweh.“

In der Rossmann-Zentrale in Burgwedel bei Hannover wird diese Darstellung nicht wirklich geteilt: „Kein Kind muss hier darben, kein Kind muss hungern“, sagte Rossmann-Pressesprecher Stephan-Thomas Klose. Denn die vorrübergehenden Engpässe gebe es nur bei Milumil und Aptamil - Alternativen wie Hipp, Humana, Bebivita oder auch die Rossmann-Eigenmarke Babydream ließen jedoch genügend Ausweichmöglichkeiten.

Kommentare (2)

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andi72

18.04.2013, 20:21 Uhr

Das ist ja wohl das unfähigste Unternehmen der Welt. Seit dem real existierendem Sozialismus ist es nicht mehr vorgekommen, dass ein produzierendes Unternehmen sich wegen Nachfragesprüngen mit Rationierungen verteidigt. Mein Kind trinkt seitdem Nestlé, schmeckt eh besser und hat die gleichen Inhaltsstoffe. Vielleicht sollte man das Management austauschen.

Yvonne

22.04.2013, 12:54 Uhr

Wenn ich das schon lese, da wird mir schlecht! Hat der Rossmann Sprecher keine Kinder?? Sicher bekommen sie Bauchweh wenn ein wechsel stattfinden soll. So und es kam nun auch das es bei Hipp und Humana hier auch Engpässe gab.Kann das nicht nachvollziehen!

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