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09.06.2015

17:48 Uhr

Nach Fifa-Skandal

Emirates will wieder als Sponsor einsteigen

Emirates gehörte zu den größten Sponsoren der Fifa. Das Unternehmen hat den Vertrag allerdings Ende 2014 auslaufen lassen. Nach der Aufarbeitung des Korruptionsskandals will die Fluggesellschaft wieder einsteigen.

Fifa-Schild an einem Gebäude des Fußballverbands: Die Organisation hat etliche globale Sponsoring-Partner. SID

Fifa-Schild an einem Gebäude des Fußballverbands: Die Organisation hat etliche globale Sponsoring-Partner.

MiamiDie Fluggesellschaft Emirates erwägt, wieder als Sponsor beim Fußball-Weltverband Fifa einzusteigen. Man sei an einem neuen Engagement interessiert, nachdem der Korruptionsskandal bei der Fifa aufgearbeitet sei, sagte Firmenchef Tim Clark am Dienstag in Miami. Emirates hatte zu den größten Sponsoren der Fifa gehört, seinen Vertrag aber zu Ende vergangenen Jahres auslaufen lassen. Als offizielle Begründung hatte das Unternehmen angegeben, die Kooperation habe nicht die gehegten Erwartungen erfüllt.

Medienberichten zufolge war auch das schlechte Fifa-Image ein Grund für das Ende des Sponsoring gewesen. Dies bestätigte Emirates-Chef Clark nun indirekt: „Vieles von dem, was nicht unseren Erwartungen entsprach, ist durch das zu erklären, was jetzt ans Licht gekommen ist“, sagte er. „Ich bin sehr froh, dass unser Name in diesem Zusammenhang keine Rolle mehr gespielt hat.“

Wer folgt auf Blatter?

Kandidaten

Die Liste der möglichen Kandidaten für die Nachfolge von Joseph Blatter ist lang und vielfältig. Einen wirklichen Neuanfang würden jedoch nur wenige bedeuten.
Quelle: dpa

Kongress

Der Wahlkongress soll voraussichtlich zwischen Dezember diesen Jahres und März 2016 stattfinden. Schon am Dienstagabend äußerten sich die ersten potenziellen Kandidaten.

Der Uefa-Chef

Eine Kampfkandidatur gegen Blatter hatte Michel PLATINI (59) als Präsident der Europäischen Fußball-Union stets tunlichst vermieden. Ambitionen auf das höchste Funktionärsamt verhehlte der Franzose hingegen ebenso wenig. Viele Jahre lang hat er Blatter unterstützt.

Blatter-Gegner I

Der gegen Blatter unterlegene Prinz Ali BIN AL-HUSSEIN aus Jordanien und der Niederländer Michael VAN PRAAG erklärten schon am Dienstagabend, dass sie sich eine Kandidatur offenhalten.

Blatter-Gegner II

Luis FIGO, der wie van Praag vor der Wahl zugunsten al-Husseins zurückgezogen hatte, forderte eine „gemeinsame weltweite Lösung“. Aus dem Trio besäße al-Hussein wohl die größten Chancen - pikant würde die Situation, wenn sowohl der aus Europa unterstützte Jordanier wie auch Platini antreten sollten.

Blatter-Gegner III

Der frühere Profi David GINOLA, der schon vor der vergangenen Wahl die notwendigen fünf Unterstützerländer nicht aufbringen konnte, will es erneut versuchen.

Blatters Stellvertreter

Wäre der Schweizer sofort zurückgetreten, hätte Issa HAYATOU als längster sich im Amt befindender Vizepräsident die Geschäfte übernommen; alles andere als ein Neuanfang.

... unter Verdacht

Der 68-Jährige aus Kamerun sitzt seit 1990 in der FIFA-Exekutive und stand schon mehrfach unter Korruptionsverdacht, den er stets zurückwies. 2011 kam er mit einer Rüge des Internationalen Olympischen Komitees für den Erhalt von 20.000 US-Dollar vom früheren Marketingpartner ISL davon.

Ein Strippenzieher

Erst beim Kongress am vergangenen Freitag wurde Ahmad al Fahad AL SABAH ins FIFA-Exko gewählt. Und doch war der Kuwaiti schon mittendrin.

... und Platini

Am Vorabend der Wahl zeigten Fotos den höchst einflussreichen Sportfunktionär an der Seite von Platini, al Sabah weiß wie man Mehrheiten beschafft. Schon Thomas Bach profitierte bei der Wahl zum IOC-Präsidenten von seinen Diensten.

Der Kaiser

Seine Popularität nutzte Franz BECKENBAUER bereits, um die WM 2006 nach Deutschland zu holen - auf ihn als Präsidenten könnte sich die Fußball-Welt sicher einigen. Als Exko-Mitglied war er allerdings bei der skandalumwitterten WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 im Dezember 2010 beteiligt und sieht sich noch mit Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission konfrontiert.

Die Fußball-Legende

Der ehemalige brasilianische Fußball-Star ZICO hat eine Kandidatur für das freiwerdende Amt des FIFA-Präsidenten nicht ausgeschlossen. Der 62-Jährige schrieb nach dem angekündigten Rücktritt von FIFA-Chef Blatter auf seiner Facebook-Seite: „Warum nicht? In meinem Leben ist es immer um Fußball gegangen.“

Fifa-Chef Joseph Blatter war nur Tage nach seiner umstrittenen Wiederwahl in der vergangenen Woche zurückgetreten. Kurz zuvor waren führende Funktionäre des Verbandes in der Schweiz auf Ersuchen der US-Justiz in Auslieferungshaft genommen worden. Ihnen wird Verstrickung in einen großangelegten Korruptionsskandal vorgeworfen.

Emirates ist ein Großsponsor im Sportbereich und unterstützt auch die europäischen Fußball-Spitzenklubs Real Madrid, AC Mailand, Paris Saint-Germain und Arsenal London.

Fifa-Sponsoren

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