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18.01.2005

14:53 Uhr

Nach geringe Nachfrage

Reiseveranstalter bieten wieder Sri Lanka und Phuket an

Die großen deutschen Reiseveranstalter bieten ab Februar und damit gut einen Monat nach der Flutkatastrophe wieder verstärkt Reisen in die besonders betroffenen Länder Thailand und Sri Lanka an. Allerdings sind die Flug- und Hotelkapazitäten vorerst noch deutlich geringer als im Dezember.

HB FRANKFURT. Die Nachfrage sei natürlich weitaus schwächer, als vor der Flutkatastrophe für die kommenden Monate erwartet worden sei, hieß es am Dienstag bei Tui, Thomas Cook und Rewe-Fernreiseveranstalter Dertour und Meier's. Im Schnitt steht rund die Hälfte der Hotels in den betroffenen Urlaubsregionen schon wieder zur Verfügung, auf den Maledivien mehr, auf Sri Lanka dagegen noch deutlich weniger.

Die beiden deutschen Ferienfluggesellschaften Condor und LTU, mit denen die meisten deutschen Reiseveranstalter ihre Asienurlauber fliegen, starten ab Februar wieder mit Flügen nach Sri Lanka und auf die besonders betroffene thailändische Ferieninsel Phuket.

Condor, Flugtocher von Thomas Cook, wird vom 5. Februar an wöchentlich einmal Colombo (Sri Lanka) und dann Phuket (Thailand) anfliegen. Bis zur Flutkatastrophe am 26. Dezember bot Condor pro Woche drei Flüge nach Phuket und zwei nach Colombo an. Für die Malediven wird Condor mit einem zweiten Flug zur alten Kapazität zurückkehren.

Die Düsseldorfer Charterfluggesellschaft LTU nimmt die eingestellten Flüge in thailändische Phuket am 7. Februar wieder auf. Auch nach Colombo auf Sri Lanka werde es dann wieder einen Non-Stop-Flug pro Woche geben, sagte ein Sprecher am Dienstag. Zunächst werde nach Phuket und Colombo wöchentlich jeweils eine Maschine von Düsseldorf aus eingesetzt. Die Maschine nach Phuket am 7. Februar sei zu 95 Prozent von Reiseveranstaltern gebucht.

Die Nachfrage nach Reisen in die Krisengebiete sei aber noch zurückhaltend, sagte Thomas-Cook-Sprecher Rolf-Dieter Graß. Deshalb sei man vorsichtig und starte mit einer Maschine. Etliche Urlauber hätten ihre Südasien-Reisen umgebucht, etwa nach Mexiko oder in die Karibik, sagte Tui-Sprecher Mario Köpers. Tui werde ab Februar entsprechend der Buchungen für Phuket rund die Hälfte der bisherigen Kapazität anbieten, für Sri Lanka rund 30 Prozent, für die Malediven dagegen 70 Prozent.

Bei Dertour und Meier's Weltreisen, zusammen mit Cook führender Asienreiseanbieter, heißt es, der völlig verständliche Rückgang bei den Buchungszahlen habe sich bisher noch in Grenzen gehalten. „Es gibt weithin Neubuchungen, wenn auch weit weniger als wir ursprünglich erwartet haben. Dennoch liegen wir für die gesamte Wintersaison zum Beispiel in Thailand gegenüber dem Vorjahr immer noch im Plus“, sagte Sprecherin Anke Dannler. Problematisch sei die Situation vor allem noch im Süden Sri Lankas. Dort dürfte es sicherlich noch etliche Monate dauern, bis wieder ein normaler Urlaubsbetrieb möglich sei.

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