Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.07.2017

14:08 Uhr

Nach Kofferchaos

Air Berlin wechselt zu altem Gepäckdienstleister zurück

Die Fluggesellschaft Air Berlin gibt am Berliner Flughafen Tegel einen Teil seiner Gepäckabfertigung an Wisag zurück. Die Airline hatte ihre Abfertigung im Zuge des Gepäckchaos an den Abfertiger Aeroground übergeben.

In der Vergangenheit kam es bei der Airline häufig zu Verzögerungen. dpa

Air Berlin

In der Vergangenheit kam es bei der Airline häufig zu Verzögerungen.

BerlinNach Monaten des Kofferchaos am Flughafen Berlin-Tegel übergibt Air Berlin einen Teil der Gepäckabfertigung wieder an seinen alten Dienstleister. Alle Flüge der Ferienflieger-Tochter Niki würden ab sofort wieder vom Dienstleister Wisag abgefertigt, teilte der Abfertiger am Donnerstag in Berlin mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verliert der neue Bodendienstleister Aeroground damit 15 bis 20 Flüge pro Tag. Air Berlin hatte die Abfertigung aller seiner Flüge Ende März von Wisag an Aeroground übergeben. Seitdem kam es häufig zu Verspätungen, Flugausfällen und langen Wartezeiten am Gepäckband.
Ein Air-Berlin-Sprecher sagte, man habe sich „im Sinne der Stabilisierung des Betriebs am Flughafen Tegel“ zu dem Schritt entschieden. Alle Air-Berlin-Flüge unter dem Namen der Muttergesellschaft würden jedoch weiter von Aeroground abgefertigt. „Wir erwarten, dass Aeroground seine Probleme löst.“ Aeroground und die Fluggesellschaft streiten seit Wochen darüber, wer die Verantwortung für das Kofferchaos trägt. Ein Angebot, den Vertrag vorzeitig aufzulösen, hatte Air Berlin in der vergangenen Woche zurückgewiesen.

Ebenfalls am Donnerstag wurde bekannt, dass Aeroground sogar der Verlust aller Aufträge am Flughafen Tegel drohen könnte. Wie zuerst „Bild“ und „B.Z.“ berichteten, hat die Berliner Flughafengesellschaft den Bodendienstleister zum zweiten Mal abgemahnt. Das sei am 7. Juli wegen „Nichteinhaltung vertraglich vereinbarter Verpflichtungen“ erfolgt, sagte ein Flughafensprecher der dpa. Zum ersten Mal habe der Flughafen Aeroground Mitte April abgemahnt.

Aeroground, eine Tochtergesellschaft des Flughafens München, bestätigte, die Abmahnung erhalten zu haben - wies sie auf Nachfrage aber „entschieden zurück“. Die angegebene Begründung sei „weder stichhaltig noch nachvollziehbar“. Aeroground fordere die Flughafengesellschaft dazu auf, die Abmahnung zurückzunehmen, sagte ein Sprecher.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Frido Kros

13.07.2017, 16:47 Uhr

Interessante unternehmerische Entscheidung -
bei den abgetrennten Töchtern, hier niki, soll der Betrieb funktionieren -
bei der "Rumpf"- Air Berlin, da wo die Schulden sind, soll er dies offensichtlich nicht.
Warum wohl?!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×