Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.11.2015

02:09 Uhr

Nach Kritik

US-Universität gibt Spende an Coca-Cola zurück

Zum Aufbau einer Forschungsgruppe gegen Fettleibigkeit hat die Uni von Colorado eine Millionen-Spende erhalten. Dass ausgerechnet Coca-Cola die Studie finanzieren sollte, sorgte für Kritik. Nun geht das Geld zurück.

Zu süß, zu ungesund: Die Universität von Colorado gibt nach viel Kritik eine Millionen-Spende an Coca-Cola zurück. dpa

Coca-Cola

Zu süß, zu ungesund: Die Universität von Colorado gibt nach viel Kritik eine Millionen-Spende an Coca-Cola zurück.

New YorkDas medizinische Institut der University of Colorado hat eine Spende von Coca-Cola zum Aufbau einer Forschungsgruppe gegen Fettleibigkeit zurückgegeben. Der Getränkekonzern hatte eine Million Dollar (930 000 Euro) für die Gründung des sogenannten Global Energy Balance Networks bereitgestellt, das laut eigenen Angaben an einem „auf Beweisen basierenden Ansatz zur Beendigung von Fettsucht“ arbeiten wolle.

Seit die „New York Times“ die Spende von Coke im August enthüllt hatte, hagelte es Kritik an der Gruppe, sie wolle die Rolle von zuckerhaltigen Getränken bei der Gewichtszunahme herunterspielen. In einem mittlerweile zurückgezogenen Video zog einer der Leiter des Netzwerks den medialen Schwerpunkt auf Fast Food und zuckerhaltige Getränke in Zweifel. Stattdessen warb die Gruppe für mehr Bewegung.

Diese Hersteller löschen weltweit den Durst

Platz 10: Suntory Holdings (Japan)

Ursprünglich eine Brauerei und Destillerie, wurden die Geschäftsfelder erweitert. Mittlerweile werden auch Softdrinks, edle Weine sowie Eis und Blumen, angeboten. Umsatz mit Getränken 2014: 7,5 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Statista/Beverage Industry Magazine

Platz 8: Pernod Ricard (Frankreich)

Pernod Ricard ist ein französischer Wein- und Spirituosen-Konzern, der im Dezember 1975 aus der Fusion der Unternehmen Pernod und Ricard entstanden ist. Umsatz 2014: 9,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 8: Starbucks (USA)

Das auf Kaffeeprodukte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen kauft Kaffeebohnen, röstet und vertreibt diese über die konzerneigenen und lizenzierten Kaffeehäuser. Umsatz 2014: 12,7 Milliarden US-Dollar.

Platz 7: Diageo (Großbritannien)

Der Name Diageo setzt sich aus dem lateinischen Wort für Tag (dies) und dem griechischen Wort für Welt (geo) zusammen. Das Unternehmen ist in mehr als 180 Ländern tätig und seine Aktien werden in New York und London gehandelt. Mit 21,8 Milliarden US-Dollar Getränkeumsatz (2014) ist Diageo einer der weltweit größten Spirituosenhersteller.

Platz 6: SAB Miller (Großbritannien)

SAB Miller ist in mehr als 80 Ländern mit Brauereien vertreten. Die größten Absatzmärkte des Bierkonzerns sind Afrika, Nordamerika, Mitteleuropa und Osteuropa. Umsatz 2014: 22,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Heineken (Niederlande)

Die niederländische Brauerei wurde am 12. Juli 1864 durch Gerard Adriaan Heineken gegründet. Der Konzern setzte 2014 23,3 Milliarden US-Dollar um.

Platz 4: Nestlé (Schweiz)

Nestlé ist der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern. Ein Drittel der Produkte sind Getränke. Umsatz 2014: 27 Milliarden US-Dollar.

Platz 3: PepsiCo (USA)

In den 1880er-Jahren entwickelte der US-Chemiker Caleb Bradham aus dem US-Bundesstaat North Carolina die „Pepsi-Cola“. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einem der weltgrößten Lebensmittelhersteller angewachsen. Getränke-Umsatz 2014: 31 Milliarden Dollar.

Platz 2: Coca-Cola (USA)

John Stith Pemberton erfand das Getränk im Jahr 1886. Kurz vor dem Tod des Erfinders erwarb der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler für 2300 US-Dollar die Rechte an Coca-Cola. 1892 gründete er The Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen. Umsatz 2014: 46 Milliarden US-Dollar.

Platz 1: Anheuser-Busch Inbev (Belgien)

Anheuser-Busch Inbev (kurz AB Inbev) ist – gemessen am Absatzvolumen – die größte Brauereigruppe der Welt. Sie entstand 2008 durch die Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische Inbev-Gruppe. AB-Inbev beschäftigt mehr als 155.000 Mitarbeiter und ist mit mehr als 200 Marken in mehr als 140 Ländern vertreten. Umsatz 2014: 47 Milliarden US-Dollar.

Während das Netzwerk für eine gute Gesundheit durch ein Gleichgewicht zwischen gesunden Essensgewohnheiten und Bewegung einstehe, habe die Spende für eine Ablenkung vom eigentlichen wertvollen Ziel der Gruppe gesorgt, teilte die Uni am Freitag mit. Weitere Details wurden nicht genannt. Der Präsident der Gruppe, James Hill, ist ein Professor an der Hochschule.

Coca-Cola erklärte, es stimme mit der Meinung der Universität überein. Das Geld gehe nun stattdessen an die Organisation Boys & Girls Clubs of America.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×