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18.11.2014

13:20 Uhr

Nach nur wenigen Wochen

Weltbild-Geschäftsführer tritt ab

Gerd Robertz, einer von drei Geschäftsführern des Verlagsunternehmens Weltbild, tritt ab. Erst im September hatte er seinen Dienst angetreten. Robertz gab persönliche Gründe für seinen Rücktritt an.

Der Rücktritt Robertz' bringt Unruhe in den Weltbild-Verlag. dpa

Der Rücktritt Robertz' bringt Unruhe in den Weltbild-Verlag.

AugsburgEin Wechsel in der erst im September eingesetzten Geschäftsführung sorgt für neue Unruhe beim Buchhandels- und Verlagsunternehmen Weltbild. Der für Vertrieb und Markt zuständige Gerd Robertz – einer von drei gleichberechtigten Geschäftsführern – habe sein Amt „aus persönlichen Gründen“ niedergelegt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Augsburg mit.

Seine Aufgaben übernehme bis auf weiteres Geschäftsführer Sikko Böhm zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.

Die größten deutschen Buchhändler

Deutscher Buchhandel

Der Online-Händler Amazon hat den Buchhandel auch in Deutschland durcheinandergewirbelt und unter Druck gesetzt. Laut Bundesverband der Versandbuchhändler hat Amazon etwa 1,6 Milliarden Euro Umsatz mit Büchern gemacht und damit drei Viertel Anteil am Online-Geschäft.
Insgesamt setzte der Buchhandel 9,6 Milliarden Euro (allen Zahlen für 2012) um, davon die Hälfte im stationären Handel.

Platz 6

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28 Filialen
Die Angaben beziehen sich auf reine Buchhändler. Fachabteilungen von Kaufhäusern sind nicht gezählt. Quelle: Buchreport

Platz 5

Oslander
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Platz 4

Mayersche Buchhandlung
46 Filialen

Platz 3

Valora Retail (Bahnhofsbuchhandlungen)
178 Filialen

Platz 2

Thalia
293 Filialen

Platz 1

DBH (Weltbild, Hugendubel, u.a.)

420 Filialen

Robertz war zuvor bereits Geschäftsführer des zum Unternehmen gehörenden Online-Buchhändlers buecher.de, diese Aufgabe soll er nun fortsetzen. Über seinen Abgang berichtete auch die „Augsburger Allgemeine“ (Dienstag). Darin hieß es unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass es zwischen Robertz, der Droege Group als Gesellschafterin sowie Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz „strategische Differenzen“ über die künftige Ausrichtung von Weltbild gegeben habe.

Dies könne man nicht bestätigen, erklärte das Unternehmen.

Von

dpa

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