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10.09.2016

14:55 Uhr

Nach Übernahme durch Edeka

Bei Kaiser's-Tengelmann stehen offenbar 8000 Jobs auf der Kippe

Kaiser's-Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub denkt laut einem Medienbericht darüber nach, Filialen zu schließen und Arbeitsplätze abzubauen. Grund sollen hohe Verluste sein.

Karl-Erivan Haub will offenbar Filialen schließen und Stellen abbauen. dpa

Kaiser's-Tengelmann-Chef

Karl-Erivan Haub will offenbar Filialen schließen und Stellen abbauen.

Berlin / Mülheim an der RuhrDie Lage bei der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann ist offenbar noch dramatischer als bekannt. Mindestens 8000 Jobs bei der Supermarktkette seien akut gefährdet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von einer Person, die mit den Vorgängen vertraut ist. Die Kette mache inzwischen monatlich zehn Millionen Euro Verlust und könne nicht mehr auf eine juristische Lösung im Streit um die Ministererlaubnis für den Zusammenschluss mit Edeka warten. Vom Unternehmen selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Nach Informationen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ („WAZ“, Samstag) will Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 23. September einen Plan vorlegen, der die Schließung von Filialen und den Abbau von 5000 Arbeitsplätzen vorsieht – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Der Hintergrund: Die Hängepartie um die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka dauert bereits seit zwei Jahren an. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht Düsseldorf die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erteilte Ministererlaubnis für den Zusammenschluss vorläufig gestoppt. Eine juristische Klärung könnte Jahre dauern.

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