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23.04.2013

11:24 Uhr

Nach Warnstreik

Lufthansa-Betrieb normalisiert sich

Am Montag waren fast alle Lufthansa-Flüge innerhalb Deutschlands wegen eines Warnstreiks gestrichen worden. Am Tag nach dem Streik wird Bilanz gezogen: Der Schaden geht in den zweistelligen Millionenbereich.

Lufthansa

Zweistelliger Millionenschaden durch Warnstreik

Lufthansa: Lufthansa: Zweistelliger Millionenschaden durch Warnstreik

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Frankfurt/MainNach dem bundesweiten Warnstreik ihres Bodenpersonals ist die Lufthansa am Dienstag weitgehend zu ihrem normalen Flugplan zurückgekehrt. Es habe nur vereinzelte Flugausfälle gegeben, erklärte am Nachmittag ein Sprecher der Fluggesellschaft in Frankfurt. Bis zum Abend waren auf der Homepage des Unternehmens noch zehn abgesagte Flüge aufgelistet.

Am Montag waren wegen des von Verdi organisierten Warnstreiks mit rund 12 000 Teilnehmern fast alle Lufthansa-Flüge gestrichen worden. Lediglich 12 Interkontinentalflüge und 30 Europaverbindungen hatten stattgefunden. Betroffen waren nach Angaben des Unternehmens rund 150 000 Fluggäste, der Schaden belaufe sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein Chaos an den Flughäfen blieb aber aus, da die Airline vorab über die Flugstreichungen informiert hatte. Der großflächige Ausfall erleichterte am Dienstag den Wiedereinstieg in den Flugplan. Am Mittwoch sollte wieder Normalbetrieb herrschen.

In dem Tarifkonflikt mit der Lufthansa fordert Verdi 5,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für rund 33 000 Mitarbeiter. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 29. April verabredet.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Fluggast

23.04.2013, 12:23 Uhr

"Zweistelliger Millionenschaden durch Streik"

Dieser "Warnstreik" war faktisch Geiselnahme und Nötigung von Fluggästen für eigene völlig überspannte Forderungen.

Wo ist denn die Grenze zwischen dem Streikrecht lt. GG und strafrechtsrelevantem Fehlverhalten?

(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

petermueller

23.04.2013, 15:29 Uhr

@Fluggast

Die Frage ist alleinig an den Vorstand und an das Management zu richten, dass nicht in der Lage ist die Mitarbeiter mitzunehmen, das es nicht schafft dem personal die Angst vor Jobverlust zu nehmen, das nicht nachvollziehbar und intransparent handelt und sich nicht der immer wichtigeren Komponente eines Miteinanders von Unternehmen, Mitarbeiter und Gesellschaft fügen will.
Beispiele wohin so etwas führen kann sieht man sehr gut bei Apple. Auch dort kamen die Reaktionen auf FoxConn ebenso zu spät, wie es auch verschlafen wurde dem Kunden Transparenz zu bieten und den guten Service zu vermarkten den man zu bieten hat.
Lufthansa macht die gleichen Fehler. Will Menschen durch Maschinen ersetzen und sieht nicht wie in FFM die Leute beim Umsteigen durch die gegend irren, keinen Ansprechpartner finden um zum Anschlussflug zu kommen weil der Airport sein A-Level für Umsteigezeiten halten will, was faktisch bei der veralteten Infrastruktur nicht realistisch ist.
Lufthansa fliegt alte 747 die höhere Wartungskosten als die neueren Maschinen der Billigflieger haben.
Jetzt sollen dass die Mitarbeiter und ihre Familien ausbaden.
Wenn ein DAX-30 Unternehmen so etwas tut, fragt man sich was es dort zu suchen hat.
Das Lufthansa Management schadet mit seinem Verhalten so nicht nur sich selbst und seinen Mitarbeiter sondern auch dem ansehen der Lufthansa, der Kaufkraft seiner Mitarbeiter und auch der wirtschaftlichen und sozialen Zukunft Deutschlands!

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