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19.10.2015

08:20 Uhr

Nachhaltige Produkte

Wie Unternehmen den Öko-Hype nutzen

Nachhaltigkeit beschränkt sich längst nicht mehr nur auf den Strommarkt. Für Konsumenten wird „Öko“ und „Bio“ immer wichtiger bei Kaufentscheidungen. Lebensmittelkonzerne und auch Banken versprechen sich gute Geschäfte.

Unternehmen nutzen den Öko-Hype. dpa

Öko ist in

Unternehmen nutzen den Öko-Hype.

DüsseldorfDeutschlands Konsumenten legen beim Geldausgeben immer mehr Wert auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das zeigt ein Blick auf die Wachstumstreiber im deutschen Einzelhandel. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen war der Biohandel im vergangenen Jahr das am stärkste wachsenden Segment im deutschen Lebensmittelhandel. Auch vegane und vegetarische Produkte boomen. Gleichzeitig wächst auch die Nachfrage nach Naturkosmetik.

Wer Bioprodukte, vegetarischen Würstchen oder vegane Soja-Schnitzel herstellt oder verkauft, kann derzeit auf gute Geschäfte hoffen. Während sich der Lebensmittelhandel insgesamt mit einem Plus von gut zwei Prozent zufriedengeben musste, erzielten große Biohändler wie Alnatura oder Dennree laut Nielsen zweistellige Wachstumsraten.

Die größten Bio-Supermarktketten in Deutschland 2014

Platz 5

Ebl Naturkost betreibt 23 Läden in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet.

Platz 4

Mit 25 Filialen ist die Bio-Supermarktkette Basic auf dem vierten Platz.

Platz 3

Den dritten Platz belegt Bio Company mit 44 Läden.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich Alnatura mit seinen Super Natur Märkten. In Deutschland hat das Unternehmen mehr als 80 Filialen – und will noch weiter expandieren.

Platz 1

Die größte Bio-Supermarktkette Deutschlands heißt Denn's. Hierzulande betreibt das Unternehmen 143 Filialen.

Und das Geschäft mit vegetarischen Lebensmitteln läuft so gut, dass inzwischen selbst große deutsche Wursthersteller wie Wiesenhof, Meica und Rügenwalder auf den Trend eingeschwenkt sind und fleischlose Alternativen zu ihren klassischen Wurstwaren ins Angebot genommen haben. Rügenwalder-Manager Godo Röben sagte kürzlich in einem Interview, das Unternehmen wolle bis 2020 rund ein Drittel seines Umsatzes mit fleischfreien Artikeln erzielen.

Ein Grund für den Boom: Auch immer mehr Verbraucher, die prinzipiell nichts gegen Fleisch hätten, reduzieren aus Tierschutz- und Umwelt- und Gesundheitsgründen ihren Fleischkonsum, wie der Handelsexperte Wolfgang Adlwarth von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) beobachtete.

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