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03.01.2008

11:52 Uhr

Nachweihnachtsgeschäft

Fest ade – Kauflust juchhe!

VonIngo Reich und Hans Peter Siebenhaar

Das Buhlen um Kunden: Während das klassische Festgeschäft, das mit dem 31. Dezember endet, allenfalls zufriedenstellend verlief, wird das Nachweihnachtsgeschäft für den Handel immer wichtiger. Dieser Tage lockt der Einzelhandel mit gravierenden Preisnachlässen - ein harter Kampf um Geldgeschenke und Gutscheine tobt.

Während das klassische Weihnachtsgeschäft stagniert, wird das Nachweihnachtsgeschäft immer wichtiger. Foto: dpa

Während das klassische Weihnachtsgeschäft stagniert, wird das Nachweihnachtsgeschäft immer wichtiger. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Das Weihnachtsgeschäft hat die Erwartungen des Handels voraussichtlich gerade so erfüllt. Letzten Schätzungen zufolge liegt es auf dem Niveau des Vorjahrs. Nach dem offiziellen Ende des Festgeschäfts am 31. Dezember ist deshalb ein harter Wettbewerb um die Geldgeschenke, die unter dem Weihnachtsbaum lagen, entbrannt. Dieses Nachweihnachtsgeschäft wird für den Handel immer wichtiger.

So buhlen derzeit die Elektronikfachmärkte Media -Markt und Saturn, die beide zum Düsseldorfer Metro -Konzern gehören, mit kräftigen generellen Preisnachlässen um die Gunst der deutschen Konsumenten. "Ein Fünftel der Weihnachtsgeschenke sind Gutscheine und Geld, die jetzt immer noch im Einzelhandel umgesetzt werden", sagt Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE).

"Das Nachweihnachtsgeschäft gewinnt auch bei uns eine immer stärkere Bedeutung", bestätigt ein Arcandor -Sprecher. Bewusst habe der Essener Touristik- und Handelskonzern, zu dessen Portfolio die Karstadt-Warenhäuser und der Nürnberger Quelle-Versand gehören, seine nächste Stellungnahme zur Geschäftsentwicklung für den 8. Januar angesetzt, um die aktuelle Entwicklung noch mit einfließen zu lassen. Deshalb verlautet derzeit aus der Arcandor -Konzernzentrale lediglich, dass man mit dem abgelaufenen Weihnachtsgeschäft "zufrieden" sei, und verweist auf die detaillierten Zahlen, die aber erst in der nächsten Woche veröffentlicht werden.

"Das Weihnachtsgeschäft wirkt immer mehr in die ersten Januarwochen hinein", erläutert HDE -Sprecher Pellengahr. Doch für die Statistik ende es unwiderruflich am 31. Dezember.

Und so verlief das "klassische" Weihnachtsgeschäft, das traditionell im November beginnt, allenfalls "den Erwartungen entsprechend." Außerdem ist man beim Branchenverband HDE skeptisch, dass die Anstrengungen des Handels gereicht haben, das Vorjahresergebnis von rund 75 Mrd. Euro zu toppen. Endgültig abgerechnet wird aber erst Ende dieses Monats, wenn das Statistische Bundesamt die offiziellen Umsatzzahlen für Dezember bekanntgibt. Eitel Sonnenschein herrscht allein im Lebensmitteleinzelhandel. So meldet die Kölner Rewe -Gruppe Umsatzzuwächse sowohl für das Vorweihnachtsgeschäft als auch für das komplette Geschäftsjahr.

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