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03.12.2011

14:56 Uhr

Neptune Orient Lines

Singapur-Reederei will Hapag-Lloyd kaufen

Laut eines Medienberichts will die Reederei Neptune Orient Lines erneut versuchen, den Rivalen Hapag-Lloyd zu kaufen. 2008 waren die Gespräche bereits gescheitert, jetzt soll ein neuer Anlauf unternommen werden.

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd fährt über die Elbe: Zwischen dem Hamburger Unternehmen und der Neptune Orient Lines soll es erneut zu Kaufverhandlungen gekommen sein. dapd

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd fährt über die Elbe: Zwischen dem Hamburger Unternehmen und der Neptune Orient Lines soll es erneut zu Kaufverhandlungen gekommen sein.

BerlinDer Verkauf der Containerreederei Hapag-Lloyd nimmt offensichtlich wieder Fahrt auf. Der Schifffahrtskonzern Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur nehme einen neuen Anlauf, den Hamburger Konkurrenten zu kaufen, berichtete die Tageszeitung „Die Welt“. Es gebe erneute Kontakte von Hapag-Lloyd-Großaktionär TUI mit NOL. Für Januar seien weitere Gespräche geplant. Mit einem konkreten Angebot aus Asien werde noch im Frühjahr gerechnet, schreibt das Blatt. 

Ein TUI-Sprecher betonte, dass der Reisekonzern derzeit seine Optionen prüft. „Wir bekräftigen unsere Absicht, uns von unseren Hapag-Lloyd-Anteilen zu trennen. Zu Marktgerüchten äußern wir uns nicht.“ 

Bereits im Sommer 2008 hatte NOL, die dem Staatsfonds Temasek gehört, schon einmal über mehrere Wochen Verhandlungen mit TUI geführt, war sich am Ende aber nicht über einen Kaufpreis einig geworden. Gut vier Milliarden Euro waren damals im Gespräch. 

TUI lotet seit längerem Möglichkeiten aus, sein rund 38-prozentiges Aktienpaket an der Hamburger Reederei loszuwerden und sich ganz auf das Reisegeschäft zu konzentrieren. Allerdings dürfte Hapag Lloyd nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal in Folge der Konjunkturabkühlung für Investoren kaum attraktiver geworden sein. Ab 2. Januar kann TUI seine Beteiligung den Miteignern um die Stadt Hamburg und den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne (Kuehne + Nagel ) anbieten. Das Konsortium, das einst gegründet worden war, um einen Verkauf der Hamburger Traditionsreederei an den Rivalen NOL zu verhindern, hält 61,6 Prozent an Hapag-Lloyd. Beide Seiten haben danach 30 Tage Zeit, um sich auf einen Preis zu einigen. Wenn kein Abschluss erreicht wird, setzt ein Gutachter binnen weiterer 30 Tage einen Preis fest. Bis Ende September 2012 kann das Konsortium den Kauf unter Dach und Fach bringen. Danach hat TUI das Recht, die Mehrheit an einen Investor zu verkaufen. Dafür müsste das Konsortium TUI dann die entsprechenden Anteile zur Verfügung stellen.

 

Von

rtr

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