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07.08.2014

10:26 Uhr

Nestlé

Der Krieg der Kaffee-Kapseln

VonAxel Postinett

Da hilft auch Werbeikone Clooney nicht: Der Umsatz von Nestlé ist im ersten Halbjahr gesunken, das nächste Jahr dürfte noch schwieriger werden – denn dann macht ein neuer Kaffeegigant dem Kapselpionier das Leben schwer.

Nestlé schwächelt - Kampf um Kaffeekapseln belastet

Auch Clooney kann Nespresso nicht mehr helfen

Nestlé schwächelt - Kampf um Kaffeekapseln belastet: Auch Clooney kann Nespresso nicht mehr helfen

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San FranciscoMit Nespresso hat Nestlé 1986 das Segment der Portionsmaschinen für Kaffee kreiert und seitdem beherrscht. Doch diese Zeiten könnten nun endgültig dem Ende entgegengehen. Die Konkurrenz rauft sich zusammen und ab kommendem Jahr wird es bitterernst. Da kann auch Werbeikone George Clooney nicht mehr helfen.

Kaffee-Marktführer Nestlé, der rund 20 Milliarden Dollar im Jahr mit Kaffee umsetzt, bekommt mit dem Unternehmen D.E. Master Blenders nach dessen Fusion mit Mondelez im nächsten Jahr einen neuen starken Konkurrenten. Sieben Milliarden Dollar Umsatz wird der neue Gigant auf dem Kaffeemarkt dann machen.

Netto rund 1,5 Milliarden Dollar an Kosten werden die fusionierten Unternehmen bis 2016 einsparen, versprachen die neuen Partner bei der Vorstellung des Geschäfts. D.E. wird mit Marken wie Jacobs, Douwe Egberts und der Portionsmaschine Senseo rund 16 Prozent Marktanteil erreichen, schätzt der Marktbeobachter Euromonitor, nicht mehr weit hinter Nestlés 23 Prozent.

Die neue Konkurrenz kommt für Nestlé zu einer ohnehin schwierigen Zeit. Die schwache Konjunktur in wichtigen Schwellenländern setzt dem Schweizer Nahrungsmittelkonzern zu. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank der Umsatz im ersten Halbjahr auf 43 Milliarden Franken von 45,2 Milliarden im Vorjahr. Wie bereits Konkurrent Unilever bekam auch Nestlé die schwächelnde Nachfrage in zuvor wachstumsstarken Ländern Asiens zu spüren. Dazu kam der Kursverfall von Schwellenländer-Währungen und Dollar. Der Gewinn sank auf 4,6 (Vorjahr 5,1) Milliarden Franken. Analysten hatten mit einem Überschuss von 5,0 Milliarden Franken und einem Umsatz von 43,4 Milliarden Franken gerechnet.

Kommentare (10)

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Herr peter Spirat

07.08.2014, 10:30 Uhr

Respekt vor den Konzernen, die es schaffen, dem ge-BILD-eten Bürger für so einen Kaffee (aus Chemie) locker mal das 100-fache aus der Tasche zu ziehen, als Kaffee sonst kostet.



Herr Ulrich Groeschel

07.08.2014, 11:20 Uhr

Ein Nachteil der Nestle Kapseln ist die Distribution. Nicht jeder will über das Web bestellen und es gibt zu wenig eigene Shops. In Verbrauchermärkten kann man Kaffeekapseln überall kaufen, nur nicht die von Nestle. Da sollte Nestle sich mal etwas einfallen lassen.

Herr Nicht - Dumm

07.08.2014, 13:04 Uhr

Das wäre doch etwas für unseren hyperaktiven Gabriel, den den Grünen nicht in ihre Partei aufnehmen wollten, weil für ihn kein übergroßer Stuhl vorhanden war.
Rückgabepfand für jede Kapsel, um die Welt zu retten.
Letztendlich ist dieser Kapselfrevel an der Umwelt das Gleiche, als wenn man nach jedem Stuhlgang die Kloschüssel wegschmeisst.

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