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21.08.2014

08:52 Uhr

Neuausrichtung

Air Berlin will zum Reiseflieger werden

Umsatz gesteigert, Verlust verringert: Air Berlin überraschte am Mittwoch mit guten Nachrichten – und gibt erste Details zum Konzernumbau bekannt. Vorerst soll weiter gespart werden.

Neuausrichtung einer Airline

Air Berlin will Streckennetz verkleinern

Neuausrichtung einer Airline: Air Berlin will Streckennetz verkleinern

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FrankfurtAir Berlin hat nach einer jahrelangen Durstrecke erste Details des neuen Sanierungsprogramms vorgestellt. Deutschlands zweitgrößte Fluglinie will sich künftig auf die größten Reisemärkte in Deutschland, Österreich, Schweiz sowie Mallorca konzentrieren, wie Air Berlin am Mittwoch mitteilte. Zudem sei eine engere Kooperation mit dem Großaktionär Etihad und der italienischen Fluggesellschaft Alitalia geplant.

Mit der Einführung des neuen Streckennetzes soll die Flotte um etwa zehn Flugzeuge reduziert, die Zahl der angebotenen Sitzplätze um zehn Prozent gesenkt und unrentable Bereiche aufgelöst werden. „Wir sind entschlossen, Air Berlin grundlegend neu zu strukturieren, um das Unternehmen innerhalb von drei Jahren wieder zu nachhaltiger Profitabilität zu führen“, sagte Konzernchef Wolfgang Prock-Schauer.

Kommentar: Die Salamitaktik von Air Berlin

Kommentar

Die Salamitaktik von Air Berlin

Es wird weitersaniert: Air Berlin will mal wieder sparen und eine Trendwende herbeiführen. Doch mit ihrer scheibchenweisen Umstrukturierung tut sich die kriselnde Airline keinen Gefallen.

Wegen eines übereilten Expansionskurses steht die mit ihrem „Mallorca-Shuttle“ bekanntgewordene Air Berlin tief in der Kreide und schrieb in den vergangenen fünf Jahren nur einmal Gewinne. Größter Aktionär ist Etihad - die arabische Fluglinie griff der zweitgrößten deutschen Airline seit dem Einstieg 2011 mit etwa 800 Millionen Euro und Sachleistungen wie neuen Flugzeugsitzen unter die Arme. Ohne die Hilfen stünde Air Berlin vor dem Aus.

Auch Alitalia rettete Etihad jüngst vor dem Zusammenbruch und stieg mit 49 Prozent bei den Italienern ein. Air Berlin erarbeite nun die Rahmenbedingungen für eine enge, bilaterale Kooperation mit Alitalia, teilte der Lufthansa -Konkurrent mit. Zudem schließt Air Berlin fünf ihrer kleineren Crew-Standorte. Diese Maßnahme verändere zwar den Arbeitsort von Piloten, bedeute aber nicht, dass Air Berlin diese Flughäfen nicht mehr anfliegt.

Air Berlin sucht zudem nach Wegen, um seinen teuren Vertrag mit der Fluglinie Tui Fly zu lösen. „Wir überprüfen unsere operativen Plattformen bezüglich ihrer Produktivität und strukturieren sie neu“, schrieb Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer am Donnerstag im Zwischenbericht. Eine der Plattformen ist Tui Fly. Die Ferienfluggesellschaft des Reisekonzerns vermietet an Air Berlin nämlich rund ein Dutzend Jets inklusive Crews. Die Kosten dafür belaufen sich im Jahr auf einen hohen zweistelligen Millionen-Betrag und sind für Air Berlin seit Jahren ein Mühlstein, da die Airline Streckennetz und Kapazitäten verkleinert. Doch läuft der Kontrakt, der 2009 von Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold geschlossen worden war, noch mindestens fünf Jahre.

Kommentare (1)

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Herr Gerhard Kraus

21.08.2014, 08:29 Uhr

Für mich bleibt A.B. ein Flieger für den Notfall. Wenn nichts anderes mehr geht.
Absolut frech finde ich Anpreisungen von guten Abflugzeiten, sagen wir 10 Uhr, um dann kurzfristig zu erfahren, der Flieger geht um 6 Uhr.

Dann noch am Drehkreuz Nürnberg mindestens 2 1/2 Stunden vor Abflug zu erscheinen.

Zwei gelangweilt Damen fertigen hunderte Gäste ab.

Mein Eindruck, nette Flugbegleiter kommen zur Lufthansa, die bösen zu Air Berlin.

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