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25.08.2013

19:07 Uhr

Neue Angebote im Netz

Bahn will Reiseplanung für Kunden erleichtern

Die Deutsche Bahn bietet ihren Kunden künftig zwei neue Funktionen an. Im Netz sollen Bahnfahrer ihre Züge verfolgen können. Zudem will die Bahn ihren Kunden die Reiseplanung mit allen Verkehrsmitteln ermöglichen.

Bahnkunden können die Reise von Zügen künftig im Internet verfolgen. Auch die Reiseplanung will die Deutsche Bahn vereinfachen. dpa

Bahnkunden können die Reise von Zügen künftig im Internet verfolgen. Auch die Reiseplanung will die Deutsche Bahn vereinfachen.

BerlinKunden der Deutschen Bahn können in Zukunft genau die Fahrt von Zügen und ihre eventuellen Verspätungen im Internet verfolgen. Die Deutsche Bahn startet dazu den sogenannten Zugradar, wie der Konzern am Sonntag mitteilte. Auf bahn.de/zugradar ist es ab sofort möglich, sich auf einer Karte dynamisch alle Züge anzeigen zu lassen, die in einer bestimmten Region unterwegs sind. Dabei können ICE-, IC- und Regionalzüge getrennt oder zusammen ausgewählt werden. Außerdem soll demnächst eine Reiseplanung von Tür zu Tür möglich sein.

Kunden können zudem auch eine Zugnummer eingeben, um die aktuelle Position und die Pünktlichkeit des Zuges einzusehen. Genauso können sie sich die aktuellen Ankunfts- und Abfahrzeiten einzelner Bahnhöfe im Detail anzeigen lassen - inklusive aller Verspätungen und deren Gründe. „Mit dem Zugradar können unsere Kunden das aktuelle Betriebsgeschehen aller DB-Züge auf einen Blick verfolgen. Damit wird die aktuelle Situation der ausgewählten Zugfahrt schnell und einfach visualisiert“, sagte DB-Personenverkehr-Vorstand Ulrich Homburg.

Der Zugradar ist zunächst für normale Computer optimiert. Eine Anwendung für das iPhone von Apple sowie für Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone soll im Oktober kommen. Eine Version für Android-Nutzer – mit dem System laufen fast 80 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones – gibt es voraussichtlich im Dezember.

Fakten zur Deutschen Bahn

Umsatz

Die Deutsche Bahn verbuchte im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 19,4 Milliarden Euro (19,5 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum). Insgesamt kam die Bahn 2012 auf einen Umsatz von 39,30 Milliarden Euro.

Gewinn vor Zinsen und Steuern

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug im ersten Halbjahr 2013 eine Milliarde Euro (1,3 Milliarden Euro im Vorjahr).

Halbjahresergebnis nach Steuern

Halbjahresergebnis nach Steuern: 554 Millionen Euro (Vorjahr: 783 Millionen Euro).

Mitarbeiter

Ende Juni 2013 hatte der Staatskonzern etwa 295.700 Mitarbeiter, fast drei Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2012.
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Fahrgäste Bahnverkehr pro Tag

Fahrgäste Bahnverkehr im ersten Halbjahr in Deutschland: 991 Millionen (Vorjahr: 981 Millionen). Davon waren 62,5 Millionen im Fernverkehr unterwegs.

Beförderte Güter im Schienenverkehr

Die Logistiksparte der Bahn transportierte Güter mit einem Gesamtgewicht von 196,7 Millionen Tonnen (ein Minus von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Schienennetz

Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist weiter leicht geschrumpft. Es hat noch einen Länge von 33.492 Kilometer, 13 Kilometer weniger als Ende 2012.

Die Deutsche Bahn legt zudem ihre bislang getrennten Smartphone-Anwendungen für Fahrplan-Auskünfte und den Kauf von Fahrkarten zusammen. Bislang müssen Smartphone-Besitzer ihre Zugverbindung in einer App suchen und können sie dann in einer anderen App kaufen. Eine neue Version der Fahrplan-App DB Navigator, die ab Dienstag für das iPhone und ab Herbst auch für Android verfügbar sein soll, legt diese Funktionen laut Bahn in einer Anwendung zusammen.

Integriert wird dabei auch gleich der Sparpreis-Finder, den die Bahn bereits auf ihrer Internetseite anbietet. Damit finden Kunden, die nicht an eine bestimmte Abfahrzeit gebunden sind, einfacher die günstigsten Angebote. Ab Oktober soll es dann zudem möglich sein, auch bestimmte Auslandsfahrkarten per Handy zu kaufen.

Ein neues Internetportal ermöglicht demnächst die Reiseplanung innerhalb Deutschlands von Tür zu Tür. Das Projekt der Deutschen Bahn namens Qixxit geht im Oktober an den Start, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Für jede gewünschte Strecke sucht ein Computersystem mehrere Reiseketten von der Start- zur Zieladresse heraus. Als Verkehrsmittel berücksichtigt werden dabei das Privatauto, die Bahn, Fernbus, Flugzeug, Taxi, Mietwagen, Carsharing, Taxi, öffentlicher Nahverkehr und Leihfahrrad.

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