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05.06.2011

16:01 Uhr

Neue Hitzepanne in ICE-Zügen

Das große Schwitzen

Im Winter bleiben die Bahn-Züge im Eis stecken, im Sommer wird die Bahnfahrt zur unfreiwilligen Saunatour. Die Pannenserie an den ICE-Klimaanlagen setzt sich auch in diesem Jahr fort.

Bereits im letzten Jahr hatten ICE-Züge mit dem Ausfall von Klimaanlagen zu kämpfen. Quelle: dapd

Bereits im letzten Jahr hatten ICE-Züge mit dem Ausfall von Klimaanlagen zu kämpfen.

DüsseldorfNach den Hitzeproblemen im vergangenen Sommer zeichnen sich bei der Deutschen Bahn erneut Schwierigkeiten mit Klimaanlagen ab. Am Sonntag mussten Passagiere von mindestens drei ICEs ihren Zug verlassen, weil bei hochsommerlichen Temperaturen Klimaanlagen ausgefallen waren. 

Bahnangaben zufolge waren zwei Züge in Thüringen sowie einer in Nordrhein-Westfalen betroffen. Nach Informationen des „Westfalen-Blattes“ fiel auch in einem weiteren ICE auf der Strecke Köln-Berlin die Klimaanlage aus. Auf dem Bielefelder Hauptbahnhof wurde der ICE 548 von Berlin nach Köln komplett geräumt, nachdem die Klimaanlage ausgefallen war. 500 Passagiere hätten aussteigen müssen, sagte eine Bahnsprecherin und bestätigte damit einen Internetbericht des „Westfalen-Blattes“ vom Sonntag. 

Für diese Reisenden sei ein Ersatzzug angeboten worden. Der betroffene ICE habe seine Fahrt mit 50 Minuten Verspätung fortgesetzt, nachdem ein mitgereister Techniker die Anlage repariert habe, sagte die Sprecherin.

In einem ICE von Stralsund nach München waren drei Waggons vom Ausfall der Klimaanlage betroffen. Daher mussten sich die Reisenden in Jena Plätze in anderen Abteilen suchen oder aussteigen und auf den nächsten Zug warten, sagte die Sprecherin. Nach Aussage einer Reisenden wusste die Bahn bereits in Berlin von den Problemen.

Ein weiterer ICE war auf der Strecke von Dresden nach Wiesbaden betroffen. Etwa 50 Fahrgäste mussten in Eisenach nach Bahnangaben den Zug verlassen, weil die Klima-Anlage in einem Wagen kaputt war. „Wir entschädigen die Reisenden entsprechend“, sagte die Bahnsprecherin.

Im vergangenen Sommer hatte es bei der Bahn immense Probleme mit überhitzten Zügen gegeben. Anfang Juli 2010 waren binnen weniger Tage Klimaanlagen in gut 50 Fernzügen ausgefallen - teils komplett, teils in einzelnen Wagen. In einem dramatischen Fall musste ein ICE in Bielefeld gestoppt werden, in dem mehrere Schüler kollabiert waren.

Nach Angaben der Reisenden gab es am Sonntag in Jena Unmut beim Räumen der Waggons. „Es ist nachvollziehbar, dass es auf Unverständnis stößt“, sagte die Bahn-Sprecherin. Die betroffenen ICEs seien mit Verspätungen zwischen von 30 Minuten und einer Stunde weitergefahren. Wenn Klimaanlagen defekt sind, sei das Bordpersonal angehalten, die Reisenden zu bitten, andere Plätze einzunehmen. Wenn die Züge sehr voll seien, wie dieses Wochenende, müssten Passagiere aussteigen.

Im Fernverkehr seien 3300 Klimaanlagen in Betrieb, sagte die Sprecherin. „Man muss damit rechnen, dass rund zwei Prozent der Anlagen kurzfristig ausfallen können.“ Der Personenverkehrsvorstand der Bahn, Ulrich Homburg, hatte im Mai angekündigt, dass mit mehreren Maßnahmen die Wahrscheinlichkeit eines Defekts „sehr deutlich reduziert“ werden soll. Die Bahn wolle bis 38 Grad Außentemperatur einen stabilen Betrieb der Klimaanlagen gewährleisten.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Otto

05.06.2011, 17:56 Uhr

Kann ich nur bestätigen. Die Klimaanlage in einem IC von Salzburg nach München funktionierte nicht, da es zu warm war. Ab München lief die Klimaanlage, sodass es im Zug so kalt war, dass wir zusätzliche Kleidung anziehen mussten. Wir bekamen sogar Wasserbeutel gereicht. Ich wünsche Herrn Grube sollte dieses Gesöff tagelang trinken. Ich glaube er gibt dann vorher den Chefsessel der Bahn ab. Im übrigen sollte sich die Bahn um das fahrende Material kümmern und instandsetzen. Wenn Türen zur Fahrradwagen nicht automatisch geöffnet werden können, muss dies der Schaffner manuell erledigen. Sonst müssen die Fahrräder an die Anzügen der Bahnfahrenden entlanggezogen werden. Auch genügend Fahrradwaggons wären keine Fehlinvestition. Es könnten Mittel von Projekt Stuttgart 21 auf Instandhaltung Material umgebucht werden. Wenn die Fahrzeuge i.O. sind kann Herr Grube sich auch dort pressewirksam ablichten lassen

Oelblase

05.06.2011, 18:30 Uhr

Herr Grube, die Deutsche Bahn ist inzwischen genauso wie Ihr Spiegelbild:

EINE LACHNUMMER!


Sehen Sie Herr Grube, es interessiert keinen einzigen Fahrgast, dass die Reisezeit einer Fernverbindung um 10 Minuten verkürzt wurde, wenn man sich während der restlichen 2 Stunden eine dicke Erkältung/einen heftigen Kreislaufkollaps holt.

Und der Einsatz der Bundespolizei bei überfüllten Zügen ist inzwischen auch legendär - natürlich nicht so legendär, wenn man über die Deutschen Geschichte um die Zeit 1933-1945 Bescheid weiß.

Account gelöscht!

05.06.2011, 19:42 Uhr

Wenn die Klimaanlagen in den ICE genau so zuverlässig wären, wie die jährlichen Fahrpreiserhöhungen der Bahn, wären den Fahrgästen schon mal geholfen. Es ist schlichtweg eine Frechheit, was sich die Gäste der Deutschen Bahn alles gefallen lassen müssen.

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