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05.08.2013

06:29 Uhr

Neue Konkurrenz in Großbritannien

Easyjet-Gründer attackiert Aldi und Lidl

Stelios Haji-Ioannou machte den Billigflieger Easyjet groß. Jetzt steigt der zyprische Milliardär ins Lebensmittelgeschäft ein: Mit der Kette „Easy-Foodstore“ will er die deutschen Discounter in Großbritannien angreifen.

Angriff auf die deutschen Discounter: Aldi und Lidl bekommen in Großbritannien bald einen neuen Konkurrenten. ap

Angriff auf die deutschen Discounter: Aldi und Lidl bekommen in Großbritannien bald einen neuen Konkurrenten.

LondonAldi und Lidl droht in Großbritannien mehr Konkurrenz. Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou plant die Eröffnung von Supermärkten, die Waren billiger anbieten sollen als die beiden deutschen Discounter. Zunächst sollte ein Laden im Süden Londons eröffnet werden, teilte Haji-Ioannou am Sonntag mit. Dabei handele es sich um ein „risikoarmes Experiment“.

Ab 2014 könnte die Kette namens „Easy-Foodstore“ dann auf eine breitere Basis gestellt werden. „Es gibt eine Lücke im Lebensmittel-Einzelhandel – eine Nische unterhalb von Discountern wie Aldi oder Lidl“, sagte Haji-Ioannou. Der Unternehmer nannte die Konzentration auf bezahlbare, einfache No-Name-Produkte und konservierte Lebensmittel zu Schnäppchenpreisen als grundlegendes Konzept für „Easy Foodstore“.

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou dpa

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou

Haji-Ioannou sagte, die Läden sollten eine überschaubare Anzahl an Artikeln verkaufen. Über weitere Details sei jetzt aber noch nicht entschieden.

Der Zyprer ist Chairman der Investmentgesellschaft Easy-Group. 1995 gründete er die Billigfluggesellschaft Easyjet und ist auch nach seinem Ausscheiden 2010 immer noch größter Anteilseigner. Unter der Marke „easy“ ist Stelios in verschiedenen Branchen wie im Hotel- und Gastgewerbe vertreten. In der Forbes-Liste steht er unter den Milliardären Zyperns an dritter Stelle.

So verteilen sich die Aldi-Filialen über die Welt

Deutschland

Den Heimatmarkt haben sich Aldi Nord und Aldi Süd aufgeteilt. Hier hat Aldi Nord deutlich mehr Filialen. Das Unternehmen mit Sitz in Essen kommt auf rund 2500 Geschäfte. Aldi Süd mit Sitz in Mülheim an der Ruhr kommt auf mehr als 1800 Filialen.

Australien

Auf mehr als 295 Geschäfte kommt Aldi Süd in Australien. Seit dem Jahr 2001 hat das Unternehmen dort die Expansion vorangetrieben.

Belgien

In Belgien ist Aldi seit dem Jahr 1976 vertreten. Aldi Nord betreibt im Benelux-Land mehr als 440 Filialen.

Dänemark

Unter dem Namen „Aldi Marked“ gibt es Aldi Nord auch in Dänemark. Der Markteinstieg erfolgte 1977, heute kommt Aldi im Nachbarland auf mehr als 230 Filialen.

Frankreich

Eins der größten Aldi-Länder ist Frankreich. Aldi Nord ist dort seit 1988 aktiv und betreibt mehr als 920 Filialen unter dem Namen „Aldi Marché“.

Irland

Den Einstieg auf der grünen Insel wagte Aldi erst 1999. In Irland ist Aldi Süd vertreten und zählt dort mittlerweile mehr als 95 Filialen.

Großbritannien

Mehr als 470 Filialen hat Aldi Süd in Großbritannien. Seit 1990 ist der Discounter dort vertreten.

Luxemburg

Im kleinen Benelux-Land ist Aldi seit dem Jahr 1991 vertreten. Aldi Nord zählt in Luxemburg ein Dutzend Geschäfte.

Niederlande

Die Niederlande waren das erste Land, in das Aldi Nord expandiert. Seit dem Jahr 1973 sind dort mehr als 500 Filialen entstanden.

Österreich

Aldi Süds Markteintritt in Österreich erfolgte bereits 1968. In der Alpenrepublik hat der Discounter mehr als 440 Filialen, die dort „Hofer“ heißen.

Polen

Relativ neu ist Aldi in Polen. Im Nachbarland ist Aldi Nord erst seit 2008 vertreten. Mittlerweile haben dort mehr als 70 Filialen geöffnet.

Portugal

Mehr als 30 Geschäfte betreibt Aldi Nord in Portugal. Dort ist der Discounter seit dem Jahr 2006 aktiv.

Schweiz

Man glaubt es kaum, aber die Schweiz ist erst seit wenigen Jahre „Aldi-Land“. Seit 2005 expandiert Aldi Süd in die Alpenrepublik. Dort gibt es inzwischen mehr als 160 Filialen, die unter „Aldi Suisse“ laufen.

Slowenien

Slowenien ist Aldi Süd-Land. Dort ist die Kette seit dem Jahr 2005 aktiv. Mehr als 65 Filialen gibt es mittlerweile unter dem Namen „Hofer“.

Spanien

Im Krisenland Spanien eröffnete die erste Aldi-Filiale im Jahr 2002. Aldi Nord kommt dort inzwischen auf mehr als 260 Geschäfte.

Ungarn

In Ungarn ist Aldi Süd noch nicht allzu lange vertreten. Im Jahr 2008 erfolgte der Markteintritt. Inzwischen kommt Aldi dort auf die Zahl von mehr als 85 Geschäften.

USA

Nach Deutschland sind die USA das Aldi-Land mit den meisten Filialen. Aldi Süd ist dort seit 1976 vertreten und betreibt mehr als 1230 Filialen. Dazu kommen rund 470 Filialen von Aldi Nord, die dort Traeder Joe's heißen.

Quelle: Unternehmen, Stand: 4. April 2013

Von

rtr

Kommentare (13)

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Frueher_Aldi

05.08.2013, 08:18 Uhr

Hört sich an wie Aldi in den 80ern, als es dort noch keine frische Milch, keine Tiefkühlprodukte, kein frisches Fleisch und keinen Champagner gab.

Ich denke Aldi hat das Sortiment aus gutem Grund ausgewertet. Aldi und Lidl dürften mit ihrer Einkaufsmacht keine Probleme haben, die Preise des neuen Easy-Discounters zu unterbieten. Walmart ist mit dem Versuch gescheitert, gegen die Preise der Discounter zu bestehen. Metro hat das TIP Experiement längst beendet und selbst REWE tut sich mit den Penny-Märkten relativ schwer.

Ich denke, der neue Mark wird wenig Erfolg haben.

goldeneye

05.08.2013, 08:24 Uhr

Brauchen wir sowas überhaupt noch????

Account gelöscht!

05.08.2013, 08:59 Uhr



Der zyprische "Milliardär" soll mal lieber sein verseuchtes Geldwaschparadies retten.

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