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16.03.2012

19:25 Uhr

Neue Lotterie

„Eurojackpot“ winkt mit satten Millionen-Gewinnen

VonJoachim Hofer

Mit dem in der kommenden Woche startenden „Eurojackpot“ wollen insgesamt sieben europäische Länder die Vormacht der privaten Glücksspielanbieter brechen. Ihr Argument: hohe Millionengewinne und bessere Gewinnchancen.

Mit dem Eurojackpot haben die Lottospieler in den teilnehmenden Ländern die Chance auf bis zu 90 Millionen Euro. dpa

Mit dem Eurojackpot haben die Lottospieler in den teilnehmenden Ländern die Chance auf bis zu 90 Millionen Euro.

MünchenJahrelang mussten die nationalen Lotterieverwaltungen mit ansehen, wie global agierende Glücksspielkonzerne immer mehr Kunden mit ihren Angeboten anlockten. Jetzt holen die staatlichen Anbieter zum Gegenschlag aus. Kommende Woche startet der „Eurojackpot“, eine internationale Lotterie, in der es jeden Freitag mindestens zehn Millionen Euro zu gewinnen gibt.

„Das ist der Beginn eines neuen Zeitalters des staatlichen Glücksspiels in Europa“, sagte gestern Erwin Horak, Chef von Lotto Bayern und sogenannter Federführer im Deutschen Lotto- und Totoblock.

Neben Deutschland sind noch sechs Länder wie Italien und die Niederlande zum Start am 23. März dabei, das sind 175 Millionen potenzielle Kunden. Mit Spanien soll im Herbst noch eine weitere Nation dazustoßen. Bei zwei Euro je Tipp können die Spieler maximal 90 Millionen Euro gewinnen.

Der sogenannte „Eurojackpot“ ist eine Kampfansage der nationalen Lotterien an die privaten Konkurrenten, die seit Jahren mit einer riesigen Produktvielfalt und hohen Gewinnen im Internet um die Kunden werben.

Online bieten die Konzerne jede Menge unterschiedliche Glücksspiele an, von Poker über Roulette und Sportwetten bis hin zu Lotterien. Die Angebote der Firmen sind in Deutschland zwar in aller Regel illegal. Doch die Unternehmen steuern ihre Internet-Seiten aus dem Ausland – und entziehen sich weitgehend staatlicher Kontrolle.

So sind große Konzerne wie Bwin-Party entstanden, die das Geschäft sehr professionell betreiben.

Bisher hatten die 16 staatlichen Lotteriegesellschaften dem nichts entgegenzusetzen. Das lag unter anderem an den schwierigen Abstimmungsprozessen zwischen den Bundesländern, aber auch zwischen den einzelnen Staaten. So haben die Experten sechs Jahre lang alleine am „Eurojackpot“ gearbeitet.

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