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29.09.2014

15:20 Uhr

Neue Plattform

Uber geht einen Schritt auf Taxi-Gewerbe zu

Die US-Firma Uber will auch in Deutschland seine Plattform UberTaxi einführen. Über die können Taxi-Unternehmen ihre Dienste anbieten. Ob das den bisherigen Streit zwischen Uber und dem Taxi-Gewerbe lösen kann?

Taxi-Unternehmen ist der Dienst Uber ein Dorn im Auge. Reuters

Taxi-Unternehmen ist der Dienst Uber ein Dorn im Auge.

BerlinDer Fahrdienst-Vermittler Uber geht auf das deutsche Taxi-Gewerbe zu. Die US-Firma führt auch in Deutschland seine Plattform UberTaxi ein, über die Taxi-Firmen ihre Dienste anbieten können. Damit tritt Uber in Konkurrenz zu Taxiruf-Zentralen und Apps wie MyTaxi.

Der Streit um Uber

Vermittlung gegen Provision

Uber vermittelt über seine Smartphone-App Uber Pop zwischen Fahrern und Gästen – dafür kassiert das Unternehmen eine Provision, die in der Regel 20 Prozent des Fahrpreises beträgt.

Konkurrenz für Taxifahrer

Der Fahrdienst macht der Taxi-Branche Konkurrenz. Er expandiert aggressiv, in Deutschland bedient er große Städte wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf. Das Unternehmen hat seit der Gründung 2009 rund 3,9 Milliarden Dollar Kapital erhalten, unter anderem von Google und Goldman Sachs.

Streit um offizielle Papiere

Streit gibt es vor allem um den Dienst Uber Pop, über den private Autobesitzer Fahrdienste anbieten (über Uber Black bekommen Nutzer Mietwagen mit Fahrer). In Deutschland haben mehrere Gerichte das Angebot zwischenzeitlich verboten. Viele Chauffeure haben keinen Personenbeförderungsschein – den brauchen sie aber, um auf gewerblicher Basis Fahrgäste befördern zu dürfen.

Nur eine Mitfahrzentrale?

Uber stuft die Fahrten als Mitfahrgelegenheiten ein: Wer als privater Fahrer andere mitnimmt und dafür Spritgeld nimmt, benötigt auch keinen Personenbeförderungsschein. Allerdings empfiehlt das Unternehmen einen Preis, der über den Betriebskosten liegen dürfte – damit bewertet das Personenbeförderungsgesetz die Fahrt als gewerblich.

„Rahmenbedingungen anpassen“

Uber ist sich der gesetzlichen Beschränkungen offenbar bewusst – das Unternehmen fordert immer wieder, die rechtlichen Rahmenbedingungen an neue Fahrdienste anzupassen.

Bisher lag Uber im Clinch mit dem Taxi-Gewerbe wegen seiner anderen Dienste. Den angestammten Taxi-Betrieben ist vor allem das App-Angebot UberPop ein Dorn im Auge, bei dem Fahrten mit privaten Fahrern angeboten werden

Taxi-Unternehmer und Behörden gingen in mehreren Städten gegen Uber vor, weil sie dadurch den Wettbewerb verzerrt sehen. Das kalifornische Unternehmen bietet seine Taxi-Plattform bereits unter anderem in London an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Özgür Icme

29.09.2014, 17:23 Uhr

Hahaha, erst die Taxibranche als "Arschloch" und sonst was bezeichnen und nun versuchen Taxis für den eigenen Dienst zu verpflichten. Uber denkt wohl, Taxiunternehmer und -fahrer sind so doof, dass sie mit Uber zusammenarbeiten, damit Uber über diese den Markt durchdringen kann, um dann alle plattzumachen, wenn sie zum Monopolisten geworden sind.
Das ganze Geschwätz von der Ineffizienz der Taxis, der Verbote und Regulierungen hinter denen sich die Taxibranche versteckt, dass die Taxibranche aus Monopolisten besteht, freie Berufswahl, usw. wollte Uber nutzen, um illegal, ja sogar kriminell den Mobilitätsmarkt zu erobern und zum Monopolisten aufzusteigen, um dann allen die eigenen Bedingungen zu diktieren.
Dafür haben sie auch sehr viel Geld in die Hand genommen, um Lobbyisten, bestimmte Medien sowie Journalisten zu kaufen, die die ganzen Lügen von Uber ein paar Monate lang veröffentlicht haben. Uber denkt, dass sie mit Geld alles regeln können und sogar Gesetze zu ihren Gunsten ändern lassen können.
Was macht denn Uber überhaupt? Betreibt nur eine App., die Fahrten vermittelt und kassiert dafür 20% vom Umsatz sowie ca. 4% Steuern, die sie in Holland angeblich abführen. Uber und seine Fahrer haben keine Mietwagenkonzessionen, die ohne Probleme bei den Behörden zu bekommen wären. Warum kümmert sich Uber und seine nicht um Konzessionen? Denn um eine Konzession zu bekommen, müssen diese ein Gewerbe anmelden, was sie vermeiden möchten, damit sie keine Steuern und Sozialabgaben in Deutschland zahlen müssen! Ausserdem würden sie mit Konzession und Gewerbe höhere Kosten haben, wie bei der Kfz Versicherung, müssten an die Berufsgenossenschaft Beiträge zahlen etc.
Dann aber die grosse Aufregung, der Staat und die Taxibranche würden Wettbewerb verhindern. Bitte Leute, wir sind nicht gegen Wettbewerb, aber wenn ihr mit der Taxibranche konkurrieren möchtet, dann haltet eich an die Gesetze und Regeln, die entgegen der Meinung auch vieler Kommentatoren ihren Sinn haben.

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