Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.12.2013

09:12 Uhr

Neue Regeln an Bord

British Airways erlaubt Handynutzung beim Start

Bisher mussten elektronische Geräte bei Start und Landung ausgeschaltet werden. Als erste europäische Airline lockert British Airways nun die strengen Regeln. Die Lufthansa will nachziehen.

An Bord der Maschinen von British Airways gelten neue Regeln für die Handynutzung. ap

An Bord der Maschinen von British Airways gelten neue Regeln für die Handynutzung.

London„Wir möchten Sie bitten alle elektronischen Geräte beim Start und bei der Landung auszuschalten“. Eine Durchsage, die für viele Business-Reisende zum Tagesordnung gehört, wird es an Bord der Maschinen von British Airways bald nicht mehr geben. Als erste europäische Airline wollen die Briten es gestatten, elektronische Geräte während des gesamten Fluges, also auch bei Start und Landung zu verwenden.

Zehn Tage zuvor hatte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) die Nutzung von Handys und Tablets bei Start und Landung erstmals gestattet, allerdings unter der Auflage, dass diese sich im Flugmodus befinden.

Weitere europäische Airlines dürften daher dem Beispiel der Briten folgen. Gegenüber Spiegel Online bestätigte die Lufthansa, dass auch an Bord ihrer Maschinen die neuen Regeln ab dem 1. Januar umgesetzt werden. Zunächst allerdings auf den internationalen Flügen mit dem Langstreckenflieger 747-8 von Boeing. Derzeit stattet die Lufthansa die gesamte Langstreckenflotte mit Mobilfunktechnik aus, um Passagieren SMS, MMS und Internetzugang zu ermöglichen.

Nach den Vorgaben der EU dürfen Reisende an Bord allerdings auch weiterhin nicht ungehemmt telefonieren oder im Internet surfen. Zunächst dürfen mobile elektronische Geräte nur in speziell ausgestatteten Flugzeugen auch während des Flugs eine Verbindung mit einem Netzwerk aufbauen. Damit sind etwa spezielle Internetdienste von Fluggesellschaften gemeint (hier das Q&A der EU-Kommission).

Derzeit prüft die EU-Kommission eine Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten. Noch 2014 will die Easa eine Sicherheitsprüfung vornehmen, ob sich Handys während des Flugs auch mit herkömmlichen mobilen Netzen verbinden dürfen. Genehmigt die EASA das, wäre es Fluggesellschaften dann freigestellt, das Telefonieren an Bord zu erlauben oder zu verbieten.

In den USA könnten die Regeln für die mobile Kommunikation an Bord ebenfalls weiter gelockert werden. Die für Telekommunikation zuständige US-Regulierungsbehörde FCC hatte im November angekündigt, Passagieren von US-Fluggesellschaften in absehbarer Zeit das Telefonieren während des Flugs zu erlauben.

Roter Teppich für alle – Ungewöhnliche Zusatzservices

Last-Minute-Upgrade

Bei Delta in den USA verkaufen die Flugbegleiter an Bord mithilfe ihrer Tablet-Computer Upgrades für die letzten freien First-Class-Sitze, in der Regel für weniger Geld als bei einer frühzeitigen Buchung.

Koffer nach Hause

Für 30 Dollar liefern American Airlines und US Airways innerhalb von vier Stunden nach der Landung in den USA den Koffer ins Hotel oder nach Hause, damit sich die Kundschaft das Warten am Band sparen kann.

Genuss am Himmel

Bei Langstreckenflügen aus Paris bietet Air France neben dem kostenlosen Standardessen fünf weitere Menüs der traditionellen französischen Küche, von Bio bis zur 28 Euro teuren, viergängigen „Sélection“ des Gourmettempels „Maison Lenotre“ aus Paris. Kurzentschlossene Genießer können über den -À-la-Carte-Service von Austrian Airlines noch eine Stunde vor Abflug beim Wiener Edelcaterer Do & Co für 15 Euros Tapas, Salate und natürlich Wiener Schnitzel mit Vor- und Nachspeise ordern.

Kindermenü für einen Penny

Bestellen Eltern beim britischen Ferienflieger Jet2.com eine Mahlzeit (ab umgerechnet 9,50 Euro), bekommen ihre Kinder das Menü für einen Penny. Damit die Eltern nicht vergessen zu bestellen, erinnert sie die Linie rechtzeitig vor dem Abflug mit einer Mail, wie lang der Flug ist.

Bequemer zum Flieger

Zum „Roter Teppich“ genannten Paket des malaysischen Billigfliegers Air Asia gehört für umgerechnet 25 Euro freies WLAN am Flughafen, eine schnellere Pass- und Sicherheitskontrolle und das Versprechen, dass der Koffer bei Ankunft zuerst auf das Gepäckband rollt.

Extra-Flatrate

Für eine Pauschale von 199 Dollar können die Kunden bei Delta drei Monate lang auf jedem Flug innerhalb der Vereinigten Staaten ohne Zusatzgebühr einen Koffer aufgeben und zusätzlich als Erste ins Flugzeug einsteigen. Darüber hinaus bekommen sie außerdem Sitze mit mehr Platz und zusätzliche Meilen im Bonusprogramm.

Serviceclub

250 Euro verlangt der spanische Billigflieger Vueling für zehn Lounge-Besuche, schnellere Sicherheitskontrollen und das Recht, als Erster einzusteigen. Beim ungarischen Ultra-Geizflieger Wizzair bekommen Mitglieder des Discount Clubs für knapp 30 Euro Jahresgebühr immer mindestens zehn Euro Rabatt auf alle Tickets außer den allerbilligsten.

Laden an Bord

In ihren Airbus A380-Superjumbos bietet Korean Air statt der bei anderen üblichen Bar einen Duty-free-Laden mit 64 Artikeln. In den Regalen gehalten werden die zollfreien Waren von kleinen Magneten – damit die teuren Parfüms und Cremes bei Turbulenzen nicht herumfliegen.

Kaufhaus im Vordersitz

Über sein Bordunterhaltungssystem verkauft der US-Billigflieger Virgin America ein Schlafset mit Kissen und Decke für neun Dollar sowie Schmerz- und Schlaftabletten für vier Dollar. Die Rechnung begleichen die Passagiere am Ende des Fluges am Bildschirm per Kreditkarte.

Nie mehr Kofferverlust

Die australische Qantas verkauft für umgerechnet 40 Euro einen Gepäckanhänger, der dank RFID-Technik immer zeigt, wo der Koffer gerade ist. Ein ähnliches System erprobt auch British Airways.

Quelle: Wirtschaftswoche, Rüdiger Kiani-Kreß

Von

bay

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×