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09.01.2014

20:32 Uhr

Neue Sportkleidung

H&M macht Adidas und Nike Konkurrenz

Pünktlich zur WM legt die schwedische Modekette H&M eine neue Sportlinie auf: Modisch, funktionell und günstig soll die Sportkleidung sein. Nike und Adidas könnten damit einen neuen Konkurrenten bekommen.

H&M will den Vorsprung zu Primark ausbauen: Die neue Sportlinie der schwedischen Modekette umfasst Leichtathletik, Laufen, Yoga und Tennis. dpa

H&M will den Vorsprung zu Primark ausbauen: Die neue Sportlinie der schwedischen Modekette umfasst Leichtathletik, Laufen, Yoga und Tennis.

Berlin/ FrankfurtH&M stößt in den boomenden Sportartikelmarkt vor. Die schwedische Modekette legt mit der Unterstützung der schwedischen Olympiamannschaft in Sotschi eine neue Sportlinie auf, die nicht nur Adidas und Nike Konkurrenz machen soll, sondern den Vorsprung gegenüber anderen preiswerten Modeketten wie Primark ausbauen soll.

Analysten rechnen allein in diesem Jahr mit einem Anziehen des Marktes für Sportkleidung um sieben Prozent. Insgesamt wird der Wert der Branche 2014 auf 220 Milliarden Dollar geschätzt.

Eine wirkliche Bedrohung stellt H&M für Branchenführer Nike und die Nummer Zwei Adidas zwar nach Ansicht von Experten noch nicht dar, aber die günstigeren Preise könnten für H&M sprechen. Zudem wollten Kunden modische und dennoch funktionelle Kleidung, sagte Ashma Kunde von Euromonitor. Kollege John Guy von der Berenberg Bank ist skeptischer.

Die größten Sportartikelhersteller (Umsatz 2012)

Nike

17,8 Milliarden Euro

Adidas

14,9 Milliarden Euro

VF Corp. (USA)

5 Milliarden Euro

Puma

3,3 Milliarden Euro

Asics

2,3 Milliarden Euro

Jarden

2,1 Milliarden Euro

Amer Sports

2,1 Milliarden Euro

New Balance

2,1 Milliarden Euro

Quiksilver

1,6 Milliarden Euro

Columbia Sport

1,3 Milliarden Euro

Billabong

1,1 Milliarden Euro

Pacific Sunwear

0,6 Milliarden Euro

Quellen

FAZ, GfK, Sport-Scheck, eigene Recherche (via Statista.de)

Es brauche viel Forschung und Entwicklung, um sportliche Funktionalität mit modischen Aspekten zu verbinden. „Das kann am Anfang funktionieren, aber vielleicht nur kurz." Beispiel dafür ist Puma : Das Unternehmen hatte sich lange als Lifestyle-Marke profiliert und dabei Trends verschlafen. Der neue Chef will den kriselnden Sportartikelhersteller nun wieder zu seinen Wurzeln zurückführen. Nike setzte dagegen stets auf den Sport und konnte so seine Vormachtstellung untermauern.

Die neue Sportlinie von H&M umfasst Leichtathletik, Laufen, Yoga und Tennis. Wie andere Sportartikelhersteller auch setzt H&M auf zusätzlichen Schub durch die olympischen Winterspiele in Sotschi im Februar und die Fußballweltmeisterschaft im Sommer in Brasilien.

In Sotschi stattet H&M das schwedische Team nicht nur für die Eröffnungs- und Abschlussfeier aus, sondern auch die Athleten im Eiskunstlauf, Eisstockschießen und Skirennen auf der Buckelpiste. Auch die schwedischen Athleten der olympischen Sommerspiele 2016 werden von H&M ausgestattet.

Von

rtr

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