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02.07.2012

14:18 Uhr

Neue Veranstaltungen

Messe Frankfurt setzt auf das Ausland

Die Messe in der deutschen Bankenmetropole sieht zusätzliches Geschäft fast nur noch im Ausland. Dort sind zahlreiche neue Veranstaltungen geplant. In Frankfurt soll ein neues Gebäude zusätzliche Kongresse anziehen.

Ein Stand auf der „Light + Building 2012“ in der Messe Frankfurt. dpa

Ein Stand auf der „Light + Building 2012“ in der Messe Frankfurt.

FrankfurtNach einem erneuten Rekordjahr 2011 will die Frankfurter Messe in diesem Jahr die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro knacken. Wachstum sollen vor allem Veranstaltungen außerhalb Deutschlands bringen, wie die von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen getragene Gesellschaft am Montag ankündigte. Im Ausland würden in diesem und nächstem Jahr zusammen 16 neue Messen an den Start gebracht. Ein neuer Fokus sei Indien, wo unter anderem die Zulieferermesse Automechanika etabliert werde, die mittlerweile an 13 Standorten weltweit läuft.

Messe-Chef Wolfgang Marzin bestätigte den Rekordumsatz für 2011 von 467,5 Millionen Euro (2010: 448 Mio). Mehr als ein Viertel (28,3 Prozent) davon entfiel auf Veranstaltungen im Ausland. Die mit Abstand stärkste Auslandstochter war die Niederlassung in Hongkong. Die Messegesellschaft ist seit 25 Jahren mit eigenen Veranstaltungen in China aktiv.

Weltweit kamen 2011 zu den 100 Veranstaltungen der Frankfurter rund 3,4 Millionen Besucher und 68 800 Aussteller. Im Ausland betrug das Wachstum im Vergleich zu 2010 rund 16,3 Prozent, während im Inland nur ein Plus von 0,2 Prozent stand. Insgesamt ist der Umsatz des Unternehmens damit um 4,3 Prozent zum Vorjahr gewachsen.

Eine Computersimulation des neuen Kongresszentrums „Kap Europa“. dpa

Eine Computersimulation des neuen Kongresszentrums „Kap Europa“.

Nach Steuern hat die Messegesellschaft 21,7 Millionen Euro verdient und davon eine Dividende von 13 Millionen Euro an ihre Gesellschafter Stadt und Land überwiesen. Weitere zwei Millionen Euro gingen an Minderheitsgesellschafter. Den Rückgang um gut zehn Prozent gegenüber dem umsatzschwächeren Vorjahr erklärte Finanzchef Klaus Münster-Müller mit gestiegenen Kosten und baulichen Verbesserungen auf dem Frankfurter Messegelände.

Zusätzlichen Umsatz soll ab 2014 das neue Kongressgebäude „Kap Europa“ bringen, dessen Bau bereits begonnen hat. Es liegt außerhalb des Messegeländes, wird aber von der Messe betrieben und soll das bereits bestehende Kongresszentrum ergänzen. Bei Tagungen liege Frankfurt hinter der Hauptstadt Berlin bundesweit auf Platz 2.

Von

dpa

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