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24.07.2015

07:35 Uhr

Neuer Amazon-Rivale

Jet.com unterbietet einfach jeden

VonAxel Postinett

Amazon bekommt Konkurrenz: Mit Jet.com ist in dieser Woche eine Handelsplattform gestartet, die den Internetriesen mit dessen eigenen Waffen bekämpfen könnte. Jet verspricht die tiefsten Preise überhaupt.

Die Handelsplattform ist nach mehreren Monaten in der Betaphase am Dienstag offiziell gestartet. Screenshot

Jet.com

Die Handelsplattform ist nach mehreren Monaten in der Betaphase am Dienstag offiziell gestartet.

San FranciscoRache ist süß. 2010 musste Marc Lore aufgeben. Der Gigant Amazon.com hatte seinem Start-Up Diapers.com den ultimativen Preiskrieg erklärt, und die Mutter des hoffnungsvollen Onlinehändlers, Quidsi, sturmreif geschossen. Damals war Lore mit seinem Windel-Onlineverkauf noch nicht in der Lage, der gnadenlosen Tiefstpreis-Strategie von Jeff Bezos etwas entgegenzusetzen.

Lore und seine Mitgründer nahmen die 540 Millionen Dollar, die sie für die Firma bekommen sollten, aber der Schmerz saß trotzdem tief. Denn eigentlich hatten sie nicht verkaufen wollen, obwohl ihn Bezos mehrfach angesprochen hatte. Nun bekämpft er Amazon mit dessen eigenen Waffen. Und es wird ein harter Kampf werden. Lore hat bei Amazon nach der Übernahme vier Jahre lang gearbeitet vom Besten gelernt: Jeff Bezos.

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Amazon kann auch Geld verdienen. Ein völlig überraschender Gewinnausweis zusammen mit hohen Umsatzsteigerungen lässt die Wall Street verrückt spielen. Die Aktie schießt in die Höhe. Und das liegt auch an Deutschland.

Dessen geflügeltes Wort wird im Handel mittlerweile nur noch ehrfurchtsvoll schaudernd rezitiert: „Deine Marge ist meine Chance“, hält er Wettbewerbern schlicht vor und macht sie dann mit seinem Konzern fertig, der alleine im zweiten Quartal 2015 rund 23 Milliarden Dollar umgesetzt hat.

Den Spruch mit der Marge hat sich Lore gemerkt. Seine Handelsplattform, die nach mehreren Monaten in der Betaphase am Dienstag offiziell gestartet ist, soll die letzte Luft aus den rasiermesserscharfen Margen bei Amazon herauslassen, die noch übrig ist.

Wie man Schnäppchen im Internet findet

Sparmöglichkeiten miteinander kombinieren

Wer Sparangebote, Cash-Back und Gutscheine clever miteinander kombiniert, kann einen hohen Spareffekt erzielen. Wer viel online einkauft, sollte sich überlegen, ein Paypal-Konto oder eine Kreditkarte zuzulegen. Auch darüber lassen sich zusätzliche Bonus-Punkte sammeln.

Gutscheine nutzen

Außer den großen Handelsplattformen bieten Tipps für Schnäppchen insbesondere die spezialisierten Seiten. Gutscheine und Rabattangebote findet man unter anderem auf:

www.sparwelt.de

www.mydealz.de

www.mein-deal.com

www.urlaubspiraten.de

www.preisjaeger.de

www.groupon.de

www.schnaeppchenfuchs.com

www.dealdoktor.de

www.firefind.de

www.sparblog.com

www.deals.de

www.qipu.de

www.cuponation.de

www.sparheld.de

Den Preisverfall für sich nutzen

Geduld zahlt sich aus. Elektro-Artikel wie Smartphones und Tablets kosten schon wenige Wochen nach ihrer Neuerscheinung deutlich weniger.

Antizyklisch einkaufen

Ein Wintermantel im Sommer? Eine Badehose oder ein Bikini im Winter? Warum nicht. Kaufen Sie antizyklisch, also entgegen der laufenden Saison. Wer nicht unbedingt, die aktuellsten modischen Trends braucht, kann damit viel sparen.

Laufende Verträge kündigen

Ob Handy oder Strom- und Gasanbieter – manchmal kann es sich lohnen, laufende Verträge zu kündigen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Der Grund: Konkurrenten ködern Neukunden zuweilen mit Sonderkonditionen und Prämien.

Jet.com, beheimatet im New Yorker Hip-Stadtteil Hoboken, verlangt eine Mitgliedsgebühr von 50 Dollar pro Jahr und ist damit so etwas wie eine Einkaufsgemeinschaft wie etwa Costco in den USA oder Metro in Deutschland.

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