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19.07.2013

17:31 Uhr

Neuer Tarifvertrag

Air-Berlin-Piloten bekommen mehr Geld

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und Air Berlin haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die Gehälter der Piloten sollen steigen. Streiks in den Ferienmonaten dürften damit ausbleiben.

Für 1300 Piloten von Air-Berlin gilt ein neuer Vergütungstarifvertrag bis Ende 2016. dpa

Für 1300 Piloten von Air-Berlin gilt ein neuer Vergütungstarifvertrag bis Ende 2016.

Frankfurt/MainDer Tarifstreit bei der Fluggesellschaft Air Berlin ist beigelegt. Für die rund 1300 Piloten wurde am Freitag ein neuer Vergütungstarifvertrag bis Ende 2016 abgeschlossen, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mitteilte. Er sehe unter anderem lineare Erhöhungen der Gehälter und eine Beschäftigungssicherung vor, sagte Cockpit-Tarifreferent Markus Germann in Frankfurt. Details wollte er nicht nennen. Er wies lediglich auf die lange Laufzeit des Vertrages hin, die dem Unternehmen Planungssicherheit gebe.

Air Berlin betonte, mit der Vereinbarung gelte erstmals für alle Piloten der Fluggesellschaft ein einheitlicher Tarifvertrag. Auch hier wollte sich ein Sprecher nicht zu Details äußern.

Mitte Juni hatte wegen des Tarifkonflikts ein Warnstreik gedroht. Dann legte die Fluggesellschaft ein verbessertes Angebot vor. Es sei eine „grundsätzliche Übereinkunft bei den Eckpunkten der Tarifrunde erzielt“ worden, hieß es damals von Air Berlin. Die Gewerkschaft hatte zu Beginn der Verhandlungen eine „mittelfristige Heranführung an branchenübliche Gehälter“ gefordert. Die Air-Berlin-Piloten verdienen nach Darstellung der Vereinigung Cockpit bislang deutlich weniger als etwa bei den Konkurrenten Germanwings oder Condor.

Air Berlin hatte nach jahrelangen Verlusten 2011 einen Schrumpfkurs begonnen und Flüge gestrichen. Bis Ende 2014 sollen etwa 900 Arbeitsplätze abgebaut werden. Spürbare Auswirkungen des neuen Sparkurses erwartet die Airline erst im dritten Quartal. Die Geschäftsführung erwägt auch, im Zuge ihres Sanierungsprogramms „Turbine“ im Herbst den Kundenservice mit rund 300 Angestellten auszugliedern.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Von

dpa

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