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14.08.2011

12:10 Uhr

Neuer Tarifvertrag

Verdi und Post verhandeln über Altersteilzeit

Körperliche Arbeit, hohes Pensum: Viele Mitarbeiter der Deutschen Post gehen früh in Rente. Damit das Unternehmen nicht schlagartig sehr viele Mitarbeiter verliert, denkt es über ein neues Modell zur Altersteilzeit nach.

Mitarbeiter der Deutschen Post gehen im Schnitt sehr früh in Rente. Quelle: dapd

Mitarbeiter der Deutschen Post gehen im Schnitt sehr früh in Rente.

BerlinDie Deutsche Post und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verhandeln einem Zeitungsbericht zufolge über einen Tarifvertrag zur Altersteilzeit. Erste Verhandlungen hätten bereits im Juli stattgefunden, berichtete die „Welt

am Sonntag“ unter Berufung auf Verhandlungskreise. Bei der Post gehen die Mitarbeiter dem Bericht zufolge sehr früh in den Ruhestand. Im Durchschnitt hörten Beamte bei dem Unternehmen mit 55 und Angestellte mit 61 Jahren auf. Bei Beschäftigten im einfachen oder mittleren Dienst, also etwa Briefträgern, beginne der Ruhestand im Schnitt schon mit 50,8 Jahren.

Die Gewerkschaft kann sich laut „WamS“ ein Altersteilzeit-Modell vorstellen, bei dem Mitarbeiter am Ende ihres Arbeitslebens beispielsweise drei Jahre in Vollzeit arbeiten, dann eine ähnlich lange Zeit in die Teilzeit und schließlich bei gleichem Lohn noch einmal so lange zu Hause bleiben. Erst danach gehen sie in Rente.

Dafür will Verdi dem Bericht zufolge sogenannte Zeitwertkonten einführen: Postbeschäftigte sollen demnach dabei von einem bestimmten Alter an über mehrere Jahre hinweg einen Teil ihres Einkommens auf einem verzinsten Zeitwertkonto ansparen. In der späteren sogenannten Freistellungsphase bis zum Erreichen der Altersgrenze fließe aus diesem Konto der Monatslohn. Daneben solle der Arbeitgeber in der Phase der Altersteilzeit Einkommenseinbußen über Zuschläge ausgleichen.

 

Von

afp

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