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13.01.2014

06:29 Uhr

Neues Angebot

Deutsche Bahn will Lokführer-Streik abwenden

Nach den gescheiterten Sondierungsgesprächen zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführer-Gewerkschaft GDL stehen die Zeichen auf Streik. Nun will die Bahn den Konflikt doch noch entschärfen.

Bei der Bahn droht Stillstand. dpa

Bei der Bahn droht Stillstand.

BerlinDie Deutsche Bahn will im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein Angebot vorlegen, um Streiks zu verhindern. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte der „Bild“-Zeitung: „Wir werden alles tun, um auf dem Verhandlungswege zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen und jegliche unverhältnismäßigen Aktionen der GDL abzuwenden.“ Die Gewerkschaft reagierte zunächst abwartend.

„Unser Angebot heißt maximaler Beschäftigungsschutz bis zum Berufsende“, sagte Weber der „Bild“. „Das versichern wir.“ Das Paket solle „für alle Lokführer gelten, auch für die rund 150 im Jahr, die aus gesundheitlichen Gründen keine Lok mehr fahren können“, fügte Weber hinzu. „Wer will, kann ein Berufsleben lang bei der DB bleiben. Unsere Antwort an die GDL wird keinen Arbeitskampf rechtfertigen.“

Fakten zur Deutschen Bahn

Umsatz

Die Deutsche Bahn verbuchte im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 19,4 Milliarden Euro (19,5 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum). Insgesamt kam die Bahn 2012 auf einen Umsatz von 39,30 Milliarden Euro.

Gewinn vor Zinsen und Steuern

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug im ersten Halbjahr 2013 eine Milliarde Euro (1,3 Milliarden Euro im Vorjahr).

Halbjahresergebnis nach Steuern

Halbjahresergebnis nach Steuern: 554 Millionen Euro (Vorjahr: 783 Millionen Euro).

Mitarbeiter

Ende Juni 2013 hatte der Staatskonzern etwa 295.700 Mitarbeiter, fast drei Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2012.
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Fahrgäste Bahnverkehr pro Tag

Fahrgäste Bahnverkehr im ersten Halbjahr in Deutschland: 991 Millionen (Vorjahr: 981 Millionen). Davon waren 62,5 Millionen im Fernverkehr unterwegs.

Beförderte Güter im Schienenverkehr

Die Logistiksparte der Bahn transportierte Güter mit einem Gesamtgewicht von 196,7 Millionen Tonnen (ein Minus von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Schienennetz

Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist weiter leicht geschrumpft. Es hat noch einen Länge von 33.492 Kilometer, 13 Kilometer weniger als Ende 2012.

Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte der Nachrichtenagentur AFP, noch sei kein Angebot der Bahn eingegangen. Dies müsse zunächst abgewartet werden. Wenn die Bahn „ein vernünftiges Angebot“ mache, werde sich die GDL weiteren Verhandlungen nicht verweigern, versicherte der Sprecher. Die Gewerkschaft verlangt eine Vorlage der Bahn bis Mittwoch - andernfalls droht sie mit Streiks.

In dem seit mehr als zweieinhalb Jahren anhaltenden Tarifstreit forderte die GDL zuletzt, dass die Bahn für alle Lokführer eine Versicherung abschließt. Diese soll die Angestellten für den Fall absichern, dass diese ihre Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Die Versicherung soll nach Vorstellung der GDL das bisherige Nettoeinkommen der Betroffenen bis zum Ende des Berufslebens garantieren. Am Freitag hatten sich Vertreter der Bahn und der Gewerkschaft in Frankfurt am Main ausgetauscht.


Von

afp

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