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02.07.2015

10:40 Uhr

Neues Geschäftsfeld

Lufthansa fliegt auf die Drohne

VonJens Koenen

Drohnen sind ein Wachstumsmarkt. Jetzt hat auch die Lufthansa das Thema für sich entdeckt. Es geht um die Ausbildung von Drohnen-Piloten und sogar um den Betrieb der Flugobjekte. Was sich die Airline davon verspricht.

Die Entwicklung von Drohnen zum Austragen von Waren steht noch am Anfang. dpa

„Paketkopter“ von DHL

Die Entwicklung von Drohnen zum Austragen von Waren steht noch am Anfang.

FrankfurtOb diese Piloten irgendwann ihre blaue Lufthansa-Uniform ähnlich tragen wie die etablierten Flugzeugführer? Keiner weiß das heute. Auch nicht, ob die Piloten nach dem gut dotierten und derzeit von den Arbeitnehmer-Vertretern so vehement verteidigten Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Doch solche Fragen sind sowieso erst einmal nebensächlich. Jetzt geht es darum, ein neues Geschäftsfeld zu entwickeln und zu erobern.

Genau das hat der oberste Lufthanseat Carsten Spohr vor. Man habe Drohnen als ein wichtiges Zukunfts- und Innovationsthema identifiziert, erklärte der Lufthansa-Chef diese Woche vor Journalisten. Als Airline habe man hier viel Know-how. Das soll möglichst gewinnbringend vermarktet werden, sind doch die Margen im klassischen Kerngeschäft eher traurig. Gerade einmal 1,5 Prozent des Umsatzes blieben im vergangenen Jahr als Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) hängen.

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Der Konzern zieht seine Flugzeuge für die Langstrecke aus Düsseldorf ab. In NRW ist die Airline künftig fast nur noch mit der Tochter Eurowings am Markt. Die nächsten Schritte in Richtung „Billig“ werden vorbereitet.

Spohr hat bereits recht genaue Ideen, wo die „unbemannte“ Reise für Europas größte Fluggesellschaft hingehen soll. Es geht etwa um die Ausbildung der Flugzeugführer. Tatsächlich klafft hier eine Lücke, könnte Lufthansa etwa mit seinem technisch bestens ausgerüsteten Trainingszentren attraktive und gefragte Dienste anbieten.

Und es geht um Wartung. Lufthansa Technik ist Partner der großen Flugzeughersteller bei der Wartung insbesondere von Langstreckenmaschinen. Das Unternehmen macht den Service für viele Fluggesellschaften, hält dazu bestens geschulte Mitarbeiter vor. Der Schritt zur Wartung von Drohnen ist nicht weit. Man bereite bereits eine Art Zertifizierung für die Wartung von Drohnen vor, sagt Spohr. Zudem sollen die Experten der „Hansa“ als Berater dienen.

Sicher: Lufthansa ist beim Thema Drohnen eher Spätzünder. Dennoch stehen die Chancen nicht schlecht, dass Lufthansa daraus ein interessantes Geschäft machen kann. So geht die „Association for Unmanned Vehicle Systems International“ davon aus, dass das Marktvolumen der Technologie bis 2025 auf 82,1 Milliarden Dollar wachsen und 100.000 Jobs schaffen könnte.

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