Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2013

15:16 Uhr

Neues Nestlé-Werk

Latte Macchiato aus Meck-Pomm

Nestlé will Mitte 2014 das größte europäische Kaffeekapsel-Werk in Schwerin eröffnen. Es soll jährlich zwei Milliarden Kapseln produzieren. Den symbolischen Grundstein für die Fabrik legte am Freitag die Kanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nestlé-Chef Paul Bulcke stoßen mit Kaffee auf die Grundsteinlegung des Nestlé-Werks in Schwerin an. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nestlé-Chef Paul Bulcke stoßen mit Kaffee auf die Grundsteinlegung des Nestlé-Werks in Schwerin an.

SchwerinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitze des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé haben am Freitag symbolisch den Grundstein für die größte Kaffeekapsel-Fabrik des Unternehmens in Europa gelegt. Ab Mitte 2014 sollen am Stadtrand von Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt jährlich bis zu zwei Milliarden Kapseln der Marke „Dolce Gusto“ produziert werden. Nestlé investiert in das Werk 220 Millionen Euro, 21,5 Millionen Euro werden von der Schweriner Landesregierung subventioniert. Es handelt sich um die bislang größte Investition von Nestlé in Deutschland.

Mit zweistelligen Wachstumsraten sei Deutschland „mit Abstand“ wichtigster Absatzmarkt für „Dolce Gusto“-Kapseln, sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke. Der Lebensmittelkonzern investiere „dort, wo unsere Kunden sind“ – und sei zuversichtlich, dass auch auf einem gesättigten Markt Wachstum möglich sei.

Die Big-Player im Kaffeebusiness

Coffeeshop Company

Platz 10: Coffeeshop Company

Die österreichische Kaffeehauskette Coffeeshop Company ist seit 1999 in Deutschland zu finden. 35 Filialen betreibt das Familienunternehmen der Schärf-Gruppe hierzulande, die Mehrheit davon in Österreich. Die Coffeeshop Company röstet ihren Kaffee aber noch in Österreich. Die Filialen werden als Franchise-Unternehmen geführt.

Lavazza

Platz 9: Lavazza

Die italienische Kaffee-Marke Lavazza gibt es seit mehr als 100 Jahren und ist immer noch in Familienhand. Gestartet ist der Espresso-Vertreiber an Autobahn-Raststätten, erst viel später gab es eigene Kaffeehäuser. Seit 1995 gibt es Lavazza auch in Deutschland, bisher ist sie mit 37 Filialen hierzulande vertreten. Die meisten Kaffeebars - unabhängig von der Marke - gibt es übrigens in Berlin, gefolgt von Hamburg und München. Europaweit sind London, Istanbul und Moskau führend in puncto Kaffeehäusern.

Caffè Dallucci

Platz 8: Caffè Dallucci

Die Marke Caffè Dallucci gehört zur Compass Group, einer Holding, die seit 35 Jahren in der deutschen Cateringbranche tätig ist. Die Tochtergesellschaften der Compass Group - wie Caffè Dallucci - finden sich beispielsweise in Krankenhäusern, Betrieben und Schulen . Die Kaffeemarke der Holding ist seit 2008 in Deutschland präsent und hat 43 Geschäftsstellen.

Kanne

Platz 7: Kanne

"Kanne" ist die Kaffeemarke der "Gastro Kanne", vormals Kanne-Gruppe. Das mittelständisches Unternehmen ist mit seinen Café, Bistro- und Shopkonzepten in Krankenhäusern vertreten . Die Kaffee-Marke des Unternehmens gibt es seit 1990 und ist mittlerweile in 52 medizinischen Einrichtungen präsent.

Chicco di caffè

Platz 6: Chicco di caffè
Die chicco di caffè Gesellschaft für Kaffee-Dienstleistungen mbH gibt es seit 2003. In Deutschland hat der Anbieter von Kaffeespezialitäten aus der Nähe von München 64 Filialen und beschäftigt rund 260 Mitarbeiter. Chicco di caffè bietet seinen Kaffee in den Kantinen großer Unternehmen, auf Messen und bei Events an. Außer einer kleinen Kaffeepause für Angestellte bietet das Unternehmen Schulungen für Baristas an und nimmt regelmäßig mit Erfolg an den SCAE-Barista-Meisterschaften teil.

Coffee fellows

Coffee Fellows gibt es seit 1999. Das erste Geschäft eröffnete damals in der Leopoldstraße 70 in München. Mittlerweile gibt es deutschlandweit 67 Standorte, an denen rund 400 Mitarbeiter beschäftigt sind, der Schwerpunkt ist aber bislang Süddeutschland geblieben. Neben Kaffee bietet das Franchiseunternehmen auch herzhafte Snacks wie belegte Bagels an. 2009 wurde Coffee Fellows mit dem Coffee Shop Award ausgezeichnet.

Segafredo

Platz 4: Segafredo
Den Grundstein für die Kaffeemarke Segafredo legte Massimo Zanetti Anfang der 70er Jahre im italienischen Bologna. Heute ist das Unternehmen Segafredo Zanetti international tätig und bekannt. Die erste Filiale außerhalb Italiens entstand 1983 in Österreich. 1989 folgte die deutsche Tochtergesellschaft in München. Bisher gibt es in Deutschland 100 Segafredo-Kaffeehäuser. Und seit dem Jahr 2005 können Freunde des italienischen Kaffees die Shops auch in den USA besuchen.

Starbucks

Platz 3: Starbucks

Die amerikanische Kaffeehaus-Kette Starbucks begann 2002 ihren Siegeszug durch deutsche Fußgängerzonen und Geschäftsviertel. 153 Filialen hat das Unternehmen mittlerweile hierzulande. International sind es rund 17.700 Shops in 50 Ländern.

Weltweit wuchs die Kette im Jahr 2011 - ohne Neueröffnungen - um rund neun Prozent, der Gesamtumsatz stieg um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte ebenfalls zu - zehn Prozent mehr im Vergleich zu 2010 bescheren Starbucks 382 Millionen Dollar. Im abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal 2012 sieht es schon düsterer aus: Der Umsatz beträgt noch 3,3 Milliarden und der Gewinn nur noch 333 Millionen Dollar.

Tchibo

Platz 2: Tchibo

Die Tchibo GmbH gibt es seit 1949, die erste Filiale öffnete 1955 in Hamburg. Das Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen gehört mittlerweile vollständig zur Maxingvest AG. Ursprünglich sollte Tchibo ein Postversand für Kaffee werden, mittlerweile verkauft Tchibo in seinen 534 deutschen Filialen neben Kaffeebohnen, Kaffeepulver und frisch gebrühtem Kaffee auch alle möglichen Non-Food-Artikel von der Herrenjacke über das Kinderspielzeug bis zur Tischdekoration.

McCafe

Platz 1: McCafe

Die Kaffeemarke von McDonalds ist in Deutschland - gemessen an der Zahl ihrer Geschäfte - Marktführer. 2003 öffnete das erste McCafe in einem deutschen McDonalds, mittlerweile sind es 783. Die Kaffeehäuser von McDonalds haben gegenüber vielen Wettbewerbern den ganz entscheidenden Vorteil, die Infrastruktur der Fastfood-Kette nutzen zu können und sich nicht nach eigenen Ladenflächen umsehen zu müssen. Bei über 1.400 McDonald's-Restaurants hierzulande, hat sich also in mehr als der Hälfte ein Café eingenistet.

Merkel dankte dem Konzern, dass er sich für Deutschland entschieden habe. Für Schwerin habe es sich als Vorteil erwiesen, dass in den vergangenen Jahren die Infrastruktur ausgebaut worden sei, sagte die Kanzlerin.

Nestlé hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr weltweit rund drei Milliarden Kapseln verkauft, jede sechste davon in Deutschland. In Europa sei der Absatz um 30 Prozent gestiegen. Auf elf von 16 bedeutenden europäischen Märkten für portionierten Kaffee sieht sich Nestlé als Marktführer. Der Nestlé-Konzern verkauft mit „Nespresso“ einen weiteren portionierten Kaffee.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

RumpelstilzchenA

31.05.2013, 17:37 Uhr

Ein Werk für Arbeitssklaven.

Lueck

31.05.2013, 18:16 Uhr

Schwerin ist endlich aus dem Dornröschen-Schlaf erwacht. Es wurde Zeit, dass jemand diese wunderschöne Stadt wachgeküsst hat. Schwerins Problem ist der Mangel an Fachkräften. Jetzt besteht die Chance, dass die Abwanderer in ihre Heimat zurückkehren. Ich wünsche Schwerin und deren aktiver Bürgermeisterin viel Erfolg.

RumpelnEinerGehirnzelle

31.05.2013, 18:25 Uhr

"Rumpelstilzchen" sollte besser im Märchen bleiben und nicht mit schwachsinnigen Kommentaren den Lesern die Laune verderben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×