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16.09.2013

13:40 Uhr

Neues Sparprogramm

Steht Air-France-KLM vor dem Kahlschlag?

Nach der Streichung von mehr als 5000 Stellen will Air France-KLM offenbar weitere Tausend Arbeitsplätze abbauen. Um die schlechten Geschäfte aufzufangen, soll zudem die Flotte der Fluggesellschaft verkleinert werden.

Air France-Chef Frédéric Gagey (v. l.) und Air France-KLM-CEO Alexandre de Juniac bei der Präsentation der Halbjahreszahlen 2013. Die Fluggesellschaft verzeichnete in den ersten sechs Monaten schlechte Zahlen. Reuters

Air France-Chef Frédéric Gagey (v. l.) und Air France-KLM-CEO Alexandre de Juniac bei der Präsentation der Halbjahreszahlen 2013. Die Fluggesellschaft verzeichnete in den ersten sechs Monaten schlechte Zahlen.

ParisDer neue Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM will einem Zeitungsbericht zufolge im Rahmen eines neuen Sparprogramms Tausende Stellen streichen. Zu den Details wolle sich Frédéric Gagey am Mittwoch äußern, berichtete die Zeitung „Les Echos“ am Montag, ohne Quellen zu nennen. Insgesamt fielen 2600 bis 3000 Arbeitsplätze weg, den Beschäftigten würden Abfindungsangebote gemacht, hieß es weiter.

Angefangen mit Frachtflugzeugen wolle Gagey zudem die Boeing-Großraumflugzeuge des Typs 747 ab 2016 nach und nach außer Betrieb stellen. Die Billig-Fluglinie Transavia soll laut „Les Echos“ ausgebaut werden. Die Einsparungen sollen am Mittwoch dem Betriebsrat in Grundzügen vorgelegt werden. Genaue Zahlen sollen aber erst bei einer Betriebsversammlung Anfang Oktober genannt werden. Eine Air-France-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Fluggesellschaft bekommt die zunehmende Konkurrenz von Billigfliegern zu spüren, die Geschäfte laufen in diesem Jahr schlechter als erwartet. Zudem gelang es nicht, wie angestrebt die Kosten um 1,5 Milliarden Euro zu senken; es müssen immer noch 400 Millionen Euro gespart werden. Vor allem das Kurz- und Mittelstrecken-Netz von Air France fliegt kräftige Verluste ein.

Im vergangenen Jahr musste Air France-KLM einen Nettoverlust von knapp 1,2 Milliarden Euro verkraften. Das Unternehmen steckt derzeit mitten in einem Konzernumbau, hat bereits 5122 Stellen gestrichen, neue Verträge mit den Gewerkschaften ausgehandelt und sein Streckennetz erneuert.

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