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04.07.2014

14:26 Uhr

Neues Verteilerzentrum

Boss will das Wachstum ankurbeln

Hugo Boss will seinen Umsatz und Gewinn in diesem Jahr steigern. Helfen soll dabei das neue Verteilerzentrum in Filderstadt bei Stuttgart. Automatisierte Warenverteilung soll die Effizienz beim Modekonzern steigern.

Durch das neue Verteilzentrum von Boss können die Läden schneller mit neuer Ware versorgt werden. dpa

Durch das neue Verteilzentrum von Boss können die Läden schneller mit neuer Ware versorgt werden.

StuttgartDer Modekonzern Hugo Boss stellt mit einem neuen Distributionszentrum die Weichen zum Ausbau seiner eigenen Ladengeschäfte. Dank der schnellen automatisierten Warenverteilung müssten Flächen für eigene Geschäfte in teuren Innenstadtlagen nicht als Lager verschwendet werden, erklärte Vorstands-Chef Claus-Dietrich Lahrs zur Eröffnung des Zentrums in Filderstadt bei Stuttgart am Freitag. „Wenn wir das nicht hätten, wären wir schnell vor 2020 an die Grenzen unseres Wachstums im eigenen Einzelhandel gestoßen.“

Boss verkauft in mehr als 1000 eigenen Markengeschäften 60 Prozent seiner Modeartikel. Daran verdient der für seine Herrenanzüge bekannte Konzern mehr, als wenn er dem Einzelhändler einen Teil der Gewinnspanne überlassen muss. In den kommenden Jahren soll der Anteil auf 80 Prozent steigen. In den eigenen Geschäften will Boss flexibler auf die Kundenwünsche eingehen können. Durch das neue Verteilzentrum könnten die Läden schneller mit neuer Ware versorgt werden.

In der 21 Meter hohen Halle mit Hochlagern in Filderstadt werden die Kartons mit Hemden, Socken oder Krawatten größtenteils maschinell transportiert. Die alten Lager in der Nähe des Konzernsitzes Metzingen waren flach und viel größer. Die Lageristen mussten alles per Hand zusammensuchen. Die Mitarbeiter werden jetzt zum Kommissionieren eingesetzt: Sie kleben Preisschilder auf und stecken Sicherheitsknöpfe an – Arbeiten, die früher das Verkaufspersonal erledigte. Die Kollegen hätten nun mehr Zeit für die Kunden, sagte Lahrs.

Mit 100 Millionen Euro ist das Distributionszentrum mit seinen zunächst 250 Mitarbeitern Lahrs zufolge die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Auch das Zentrum in den USA in Savannah (Georgia) solle entsprechend renoviert werden. Dort sei ebenfalls eine große Investition geplant. Summe und Zeitplan stünden aber noch nicht fest.

Die Schwaben wollen Umsatz und Gewinn in diesem Jahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz steigern. Im vergangenen Jahr war der Umsatz vor Währungseffekten um sechs Prozent auf ein Rekordhoch von 2,4 Milliarden Euro gestiegen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) hatte sich um sieben Prozent auf 565 Millionen Euro erhöht. Für 2015 hat sich Boss einen Umsatz von drei Milliarden Euro vorgenommen und will mittelfristig 25 Prozent vom Umsatz operativ verdienen.

Von

rtr

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