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13.02.2015

14:26 Uhr

Nivea-Hersteller

Beiersdorf plant Zukäufe

Im Jahr 2015 plant der Kosmetikkonzern Beiersdorf mit einer erneuten Umsatzsteigerung. Das Geld soll für Zukäufe gehortet werden – bis zu acht Milliarden Euro sollen zusammenkommen.

Beiersdorf hält sein Geld zusammen, um für Zukäufe gewappnet zu sein. „Wir sind der Meinung, dass wir uns noch verstärken können“, sagte Finanzvorstand Ulrich Schmidt. Reuters

Nivea-Hersteller Beiersdorf

Beiersdorf hält sein Geld zusammen, um für Zukäufe gewappnet zu sein. „Wir sind der Meinung, dass wir uns noch verstärken können“, sagte Finanzvorstand Ulrich Schmidt.

HamburgDer Kosmetikkonzern Beiersdorf ist nach einem durchwachsenen Jahresauftakt optimistisch für 2015 und traut sich Zukäufe zu. „Wir haben eine Stabilität erreicht, die auch unter politisch und wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen weiteres Wachstum erwarten lässt“, sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich am Freitag bei der Präsentation der Bilanz 2014. Angesichts globaler Krisen und Währungsturbulenzen werde die Planung zwar immer schwieriger. Gleichzeitig stiegen auch die Chancen: Beiersdorf will den Umsatz in diesem Jahr um drei bis fünf Prozent steigern. Die Profitabilität soll weiter verbessert werden - ohne Sparprogramm. Zuletzt waren vom Umsatz - bereinigt um Sondereffekte - 13,7 Prozent operative Rendite geblieben, ein halber Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Nach einem erwarteten moderaten Wachstum in den ersten drei Monaten werde das zweite und dritte Quartal „sehr stark“, kündigte Heidenreich an. Bis will Beiersdorf auch weitere neue Produkte auf den Markt bringen. Zugleich soll das Geschäft in Schwellenländern weiter ausgebaut werden. Dabei nimmt der Nivea-Hersteller in einigen Ländern Verluste in Kauf. Der Anteil der Wachstumsregionen am Gesamtumsatz soll in den nächsten fünf Jahren auf 60 Prozent steigen. Zuletzt lag er bei 52 Prozent.

Das Wachstum in diesen Regionen trug im abgelaufenen Jahr zum Erfolg bei: Dank kräftiger Zuwächse der Kosmetiksparte in Afrika, Asien und Australien sowie in Südamerika und robuster Geschäfte der Klebstofftochter Tesa kletterte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn um acht Prozent auf 581 Millionen Euro. „In unseren wichtigsten Märkten haben wir Marktanteile hinzugewonnen“, sagte Heidenreich. Der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Euro.

Probleme in China sorgten indes dafür, dass der Gewinn unter dem Strich schrumpfte. Beiersdorf hat sein defizitäres Haarpflegegeschäft in der Volksrepublik nahezu komplett abgeschrieben. Der den Aktionären zuzurechnende Gewinn sank dadurch auf 529 (Vorjahr 534) Millionen Euro. Die Dividende soll dennoch stabil bleiben. Für 2014 sollen an die Anteilseigner wie im Jahr davor 70 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Analysten hatten mit einer Erhöhung auf 78 Cent gerechnet. Trotzdem gehörte die Aktie zu den Gewinnern im Leitindex Dax.

Beiersdorf hält sein Geld zusammen, um für Zukäufe gewappnet zu sein. „Wir sind der Meinung, dass wir uns noch verstärken können“, sagte Finanzvorstand Ulrich Schmidt. Der Konzern verfügt über Barmittel von 2,5 Milliarden Euro. Einschließlich zehn Prozent eigener Aktien und dem genehmigten Kapital wäre Beiersdorf so in der Lage, acht Milliarden Euro stemmen. „Wir gucken uns im Augenblick vieles an“, sagte Heidenreich. Schwerpunkt bleibe jedoch, dass Beiersdorf aus eigener Kraft wachsen solle. Von Reuters auf Wella angesprochen, sagte er, man schaue sich naturgemäß auch dieses Unternehmen an. Wella stehe aber auf der Prioritätenliste aber nicht ganz oben. Der US-Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (Pampers) erwägt nach Informationen von Reuters den Verkauf seiner Haarpflege-Sparte Wella für rund sieben Milliarden Dollar.

Von

rtr

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