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04.10.2017

16:16 Uhr

Nobilia

Küchenbauer Alno wird filetiert

Die Alno-Tochter Pino hat einen neuen Eigentümer gefunden, nachdem der Küchenkonzern Insolvenz anmelden musste. Zu den Käufern gehört auch der deutsche Marktführer Nobilia. Für die Mitarbeiter sind das gute Nachrichten.

Pino stand in dem insgesamt maroden Küchenkonzern gut da, bei der auf relativ billige Küchen spezialisierten Tochterfirma aus Coswig (Sachsen-Anhalt) arbeiten 229 Menschen. dpa

Alno trennt sich von pino

Pino stand in dem insgesamt maroden Küchenkonzern gut da, bei der auf relativ billige Küchen spezialisierten Tochterfirma aus Coswig (Sachsen-Anhalt) arbeiten 229 Menschen.

Coswig/VerlEin Teil des insolventen Küchenkonzerns Alno geht an Deutschlands Marktführer der Branche, Nobilia. Das Unternehmen aus dem ostwestfälischen Verl gehöre zu einer Investorengruppe, welche die Alno-Tochterfirma Pino gekauft habe, teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Martin Hörmann am Mittwoch mit. Nobilia bestätigte dies. Wie hoch die Kaufsumme ist und wer die anderen Investoren sind, wurde nicht bekannt. Damit die Transaktion gültig wird, müssen noch die Kartellbehörden zustimmen.

Alno mit seinen rund 1600 Mitarbeitern hatte im Juli Insolvenz angemeldet, das Insolvenzverfahren läuft seit Monatsbeginn. Pino stand in dem insgesamt maroden Küchenkonzern gut da, bei der auf relativ billige Küchen spezialisierten Tochterfirma aus Coswig (Sachsen-Anhalt) arbeiten 229 Menschen. Ihre Arbeitsplätze sollen ebenso erhalten bleiben wie einige Jobs von Beschäftigten einer Alno-Logistiktochter vor Ort.

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Der Insolvenzverwalter des Küchenherstellers Alno muss im Konflikt zwischen den früheren Managern retten, was zu retten ist. Dabei kommt dem Jurist seine Zusatzausbildung als Wirtschaftsmediator zugute.

Der Kauf war bereits am Montag verkündet worden, nun wurde der Name des Investors genannt. Nobilia kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von gut einer Milliarde Euro; damit war der Branchenprimus aus Ostwestfalen in Sachen Umsatz mehr als doppelt so groß wie Alno, der seit langem defizitären Konkurrent aus Baden-Württemberg.

Von

dpa

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