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28.01.2007

11:30 Uhr

"Nuklearer Schlamm" und Pralinen aus Entenstopfleber

Süßwarenmesse in Köln eröffnet

Mit zahlreichen Neuheiten vor allem bei Bio- und Wellnessprodukten ist am Sonntag in Köln die 37. Internationale Süßwarenmesse (ISM) eröffnet worden.

Foto: dpa. Quelle: dpa

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HB KÖLN. Nach einem eher mageren Jahr 2006 wollen die gut 1600 Aussteller aus 72 Ländern beim Verbraucher wieder stärker den Appetit auf Süßigkeiten und Knabberartikel anregen. Im Mittelpunkt der weltweiten Leitmesse, zu der 35 000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet werden, stehen auch zucker- und fettreduzierte Süßwaren. Gefragt sind nach Branchenangaben zudem Produkte, denen Vitamine oder besondere Nährwerte zugesetzt sind, etwa Powerriegel zur Immunsystem-Stärkung oder Fitness-Snacks als Energiespender.

Die Aussteller, von denen 82 Prozent aus dem Ausland kommen, geben bei der Fachschau Kostproben ihrer neuen Zuckerwaren, Schokoladen, feinen Backwaren, Eiskrems oder Knabberartikel. So werden etwa Pralinen in Pommes-Form, TÜV-geprüfte Schokolade, schwimmende Zuckerschiffchen für den Kaffee oder auch der giftgrüne Kauriegel „nuklearer Schlamm“ präsentiert. Zu den ungewöhnlichen Neuheiten gehören Pralinen aus Entenstopfleber und kandierten Feigen oder eine Schokolade mit speziellem Soja-Keim-Extrakt, mit dem die weiblichen Hormone positiv beeinflussen werden sollen.

Bio-Produkte stehen beim Verbraucher weiter hoch im Kurs und werden bei der ISM etwa als Gebäck, Müsli, Dragees, Schokolade oder Brotaufstrich angeboten. Zum zweiten Mal geht am kommenden Montag die Zuliefermesse „ProSweetsCologne“ an den Start, bei der 285 Anbieter sich vier Tage lang in den Bereichen Herstellung, Verarbeitung und Verpackung präsentieren.

Die Branche hofft auf wichtige Impulse durch die ISM für 2007, nachdem im vergangenen Jahr das erwartetet Wachstum ausgeblieben war. Der Handel verbuchte ein Umsatz-Minus von einem Prozent auf knapp 11,7 Milliarden Euro. Die Süßwaren-Industrie verzeichnete beim Inlandsabsatz in einigen Bereichen einen Rückgang. Die im europäischen Vergleich nach Branchen-Angaben sehr niedrigen Preise sollen 2007 steigen.

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