Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.12.2011

13:34 Uhr

NYSE und Deutsche Börse

Fusion der Börsenbetreiber droht zu scheitern

Die Fusion von Deutscher Börse und NYSE droht zu scheitern. EU-Wettbewerbshüter lehnen einen Zusammenschluss, wie er momentan vorgesehen ist, ab. Börsenchef Francioni will allerdings keine großen Kompromisse eingehen.

Die Fusion von Deutscher Börse und Nyse steht auf der Kippe. dapd

Die Fusion von Deutscher Börse und Nyse steht auf der Kippe.

FrankfurtDie Deutsche Börse will ihre Fusion mit der New York Stock Exchange (Nyse) platzen lassen, wenn die EU-Wettbewerbsbehörden sie zu allzu großen Zugeständnissen zwingen sollte. Deutsche-Börse -Chef Reto Francioni will die Mega-Fusion mit der New Yorker Nyse nicht ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen.

Im Poker um die Zustimmung der EU-Kommission zu dem neun Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss werde er keine zu harten Auflagen akzeptieren, machte Francioni in einem Interview mit der „Frankfurter Rundschau“ und der „Berliner Zeitung“ deutlich. „Grundsätzlich verläuft die rote Linie dort, wo die Fusion durch die Auflagen unattraktiv wird“, sagte der Vorstandschef. „Wenn die Bedingung für die Genehmigung wäre, eine der beiden Terminbörsen, Eurex oder Liffe, zu verkaufen, dann würden signifikante Vorteile der Fusion fehlen.“

Einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ zufolge, lehnen die Beamten des EU-Wettbewerbskommissars Joaquín Almunia einen Zusammenschluss der beiden Börsenbetreiber in der jetzt vorgesehenen Form strikt ab. Dem Urteil könnten die
EU-Kommissare folgen. Demzufolge wollen die Beamte eine Fusion nur zulassen, wenn die NYSE ihre Derivatebörse Liffe veräußern würde oder die Deutsche Börse ihre Tochter
Eurex. Dies käme für die Anteilseigner jedoch nicht infrage.

Zuletzt war spekuliert worden, Francioni sei zu weitreichenden Zugeständnissen an EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia bereit, um die umstrittene Fusion mit der New Yorker Börse zu erreichen. Insidern zufolge erwägt die Börse den EU-Wettbewerbshütern anzubieten, diverse Derivate-Geschäfte abzuspalten und daraus einen neuen, eigenständigen Konkurrenten zu bilden. Das könnte für mehr Wettbewerb sorgen und die EU-Kommission milde stimmen, so das Kalkül des Konzerns.

Francioni sprach in diesem Zusammenhang von einem Gerücht, das er nicht kommentieren wolle. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, die Bedenken der EU gegen die Fusion ausräumen zu können. „Ich glaube nicht, dass unsere Argumente nicht überzeugen können.“

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

MensterRaymond

10.12.2011, 13:50 Uhr


Diese Fusion darf niemals genehmigt werden.Es wird auch so schon genug an den Börsen manipuliert.Und Europa ist Europa und Amerika ist Amerika.Beide gehören nicht zusammen.

MensterRaymond

10.12.2011, 13:50 Uhr


Diese Fusion darf niemals genehmigt werden.Es wird auch so schon genug an den Börsen manipuliert.Und Europa ist Europa und Amerika ist Amerika.Beide gehören nicht zusammen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×