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20.08.2014

14:32 Uhr

Obamas Wahlkampfleiter

Uber heuert Strategen Plouffe an

Nach Barack Obamas Wahlkampf in 2008 soll er nun US-Fahrdienst-App Uber durch den Kampf gegen Behörden und Taxibranche helfen: Stratege David Plouffe wird Vizepräsident von Uber, für ihn das „Unternehmen des Jahrzehnts“.

PR-Berater David Plouffe (links) freut sich darauf, den alternativen Fahrdienst Uber vor Behörden und der Taxibranche zu verteidigen. Reuters

PR-Berater David Plouffe (links) freut sich darauf, den alternativen Fahrdienst Uber vor Behörden und der Taxibranche zu verteidigen.

WashingtonDas umstrittene US-Fahrdienstunternehmen Uber holt sich einen politischen Meisterstrategen an Bord: David Plouffe, der Wahlkampfmanager von Barack Obama für die US-Präsidentschaft im Jahr 2008, wird ab September Vizepräsident von Uber, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der 47-Jährige erklärte, Uber könne das „Unternehmen des Jahrzehnts“ werden, wenn nicht gar das „Unternehmen einer Generation“.

Plouffe werde für die weltweite Unternehmenspolitik, für die Kommunikation und die Marke verantwortlich sein, teilte Uber-Chef Travis Kalanick mit. Der frühere Wahlkampfleiter sei „ein erprobter General und Stratege“. Er habe das Start-up aufgebaut, das die Wahl des Präsidenten entschieden habe.

Plouffe werde Uber mit seiner Erfahrung, Weisheit und seinem strategischem Denken sicher am großen Taxikartell vorbei und in eine kühne, neue Welt der Software-gesteuerten Beförderung führen. Der ehemalige Wahlkampfmanager Obamas erklärte, Uber sei sicherlich für manche eine Gefahr. Er habe beobachtet, wie das „Taxikartell“ versuche, die neue Technologie zu behindern, erklärte Plouffe.

Doch dies sei zum Scheitern verurteilt. Er freue sich darauf, sein Möglichstes dafür tun zu können, damit Uber trotz der Gegenwehr „derjenigen, die an einem Monopol festhalten“, ein alternativer Fahrdienst bleibe.

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Uber, 2009 gegründet, wickelt Kontakte zwischen Fahrern und Passagieren über Apps auf mobilen Geräten ab. Der Fahrdienst ist in mehr als 170 Städten in 44 Ländern weltweit tätig und stößt vielerorts auf erheblichen Widerstand der Taxibranche und der Behörden. Im Juni machten Taxifahrer in zahlreichen Großstädten gegen Uber mobil, unter anderem auch in Berlin, London und Paris.

Strittig ist vor allem der seit kurzem auch in einigen deutschen Städten verfügbare Billigdienst UberPop, bei dem Privatleute mit ihren eigenen Autos nach Uber-Definition nebenbei Passagiere befördern. Etablierte Taxiverbände sehen darin ein illegales gewerbliches Taxiangebot, das die für alle anderen geltenden Genehmigungs- und Sicherheitsregeln ignoriert.

Der Chef des US-Taxiverbands Taxicab, Limousine & Paratransit Association, Robert Werth, teilte zur Ernennung von Plouffe mit, Uber liebe es sich selbst als ein „mutiges, kleines Technologie-Start-up“ darzustellen, das wie David gegen einen „imaginären Goliath“ kämpfe. Jetzt habe es einen der besten PR-Berater eingekauft – „sie werden ihn brauchen“, schrieb Werth in einer E-Mail an AFP.

Von

afp

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