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12.01.2006

21:34 Uhr

Odol-Mundwasser „verunreinigt“

Lidl wird in Hamburg erpresst

Die Hamburger Polizei bestätigte am Donnerstagabend einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“, wonach ein bislang Unbekannter damit droht, Odol-Mundwasser aus dem Lidl-Sortiment zu vergiften. Betroffen seien drei Hamburger Filialen des Discounters.

HB HAMBURG/HEILBRONN. Ein Polizeisprecher betonte aber, es bestehe keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Einen weitergehenden Bericht der „Hamburger Morgenpost“, wonach die Mundwasser-Flaschen mit einer leichten Salzsäure-Konzentration belastet und die betroffenen Verkaufsregale inzwischen geräumt worden seien, bestätigte er nicht. Laut der Zeitung heißt es sinngemäß in dem Erpresserschreiben an Lidl: „Eine Million Euro – oder eure Kunden werden sich wundern, wenn sie sich den Mund spülen“.

Betroffen sind die Filialen an der Hamburger Straße, dem Winterhuder Weg und der Brauhausstraße. Lidl hatte – ohne Angaben über den erpresserischen Hintergrund – zuvor in Hamburg davor gewarnt, von ihm verkauftes Odol-Mundwasser in der Flaschengröße 150 und 125 Milliliter zu benutzen. Produkte, die zwischen vergangenem Samstag und Dienstag in den genannten drei Filialen gekauften wurden, könnten „verunreinigt“ sein und sollten zurück gebracht werden, hatte es lediglich geheißen.

Auch die Polizei Heilbronn ist mit dem Fall befasst. Es werde wegen des Verdachts auf eine Straftat ermittelt, sagte ein örtlicher Polizeisprecher. Nähere Angaben wollte er am Donnerstagabend nicht machen. Erst Ende November vergangenen Jahres war ein Bauingenieur vom Landgericht Heilbronn zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, weil er Lidl mit E-Mails und Drohbriefen zur Zahlung von 1,2 Mill. Euro zwingen wollte.

Lidl, einer der größten deutschen Discounter, wollte sich nach Darstellung des „Hamburger Abendblatts“ nicht zu den Vorgängen äußern.

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