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18.08.2011

18:44 Uhr

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Nestle und Danone wollen Pfizer-Sparte Babynahrung übernehmen

Die Lebensmittelkonzerne wollen bis zu zehn Milliarden Dollar für die Sparte ausgeben. Der Grund: Die hohen Wachstumspotentiale. Denn Pfizer macht 80 Prozent seiner Umsätze in Schwellenländern.

Nestle und Danone bereiten nach Angaben aus Bankenkreisen Kaufofferten für die Pfizer-Sparte für Babynahrung vor. Quelle: Reuters

Nestle und Danone bereiten nach Angaben aus Bankenkreisen Kaufofferten für die Pfizer-Sparte für Babynahrung vor.

LondonDie europäischen Lebensmittelkonzerne Nestle und Danone bereiten nach Angaben aus Bankenkreisen Kaufofferten für die auf bis zu zehn Milliarden Dollar taxierte Pfizer-Sparte für Babynahrung vor. Beide Anwärter trauten dem Wyeth-Geschäft großes Wachstumspotenzial zu, da es 80 Prozent seiner Umsätze in Schwellenländern erziele, sagte ein der Situation nahestehender Banker. Gleichzeitig jedoch fürchteten beide Konzerne Widerstand von den Kartellbehörden. Das US-Unternehmen Mead Johnson - bei Babynahrung die weltweite Nummer zwei hinter Nestle - konzentriere sich dagegen auf internes Wachstum.

„Nestle und Danone betrachten Wyeth als strategischen Schachzug auf einem Gebiet, in dem beide wachsen wollen“, sagte der Banker. „Die beiden werden in dem Verkaufsprozess als frühe Spitzenreiter beurteilt.“ Vor allem das starke Engagement der Wyeth-Sparte in Asien macht sie für Bieter interessant: Die Region stellt 45 Prozent des globalen Marktes für Babynahrung. Mehr als jede zweite Geburt weltweit findet derzeit in Asien statt. Pfizer hatte den Rivalen Wyeth 2009 übernommen, um Einbußen durch wegfallende Patente und die stärkere Konkurrenz durch Nachahmermedikamente auszugleichen.


Von

rtr

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