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12.01.2015

13:48 Uhr

Online-Abstimmung

Zweifelhafte Ehre für Pampers

Pampers-Windeln sind die „Mogelpackung“ des Jahres 2014: Laut einer Online-Abstimmung halten die Windeln von Procter & Gamble nicht, was sie versprechen. Daneben finden sich auf der Liste Nestlé und andere Marken.

Pampers in einem Drugstore in New York: Die globalisierten Windeln sind das Schlusslicht eines Preis-Leistungsvergleichs. ap

Pampers in einem Drugstore in New York: Die globalisierten Windeln sind das Schlusslicht eines Preis-Leistungsvergleichs.

HamburgDie Verbraucherzentrale Hamburg hat Pampers-Windeln zur „Mogelpackung“ des Jahres 2014 gekürt. In einer Online-Abstimmung sprachen sich knapp 30 Prozent von 4100 Verbrauchern dafür aus, den Negativpreis an die Windelmarke von Procter&Gamble zu vergeben, wie die Verbraucherzentrale Hamburg am Montag mitteilte. Die Anzahl der Windeln pro Pampers-Packung sei in den vergangenen acht Jahren fünf Mal reduziert worden, von ursprünglich 47 auf derzeit 31 Stück.

23,5 Prozent der Teilnehmer sahen demnach in der Käsemarke „Leerdammer“ der Bel Deutschland GmbH eine „Mogelpackung“, bei der ebenfalls die Füllmenge wiederholt reduziert worden sei.

Es folgten die „Hafertaler“ von Continental Bakeries und knapp dahinter die Mehrfachpackung der Schokoriegel „Lion“ von Nestlé. Am wenigsten Stimmen erhielt demnach mit 14,4 Prozent die „Mittelmeerküche Toscana“ von Iglo, bei der den Verbraucherschützern zu viel Luft in der Packung war.

Die Verbraucherzentrale Hamburg rief Hersteller und Handel auf, Verbraucher nicht mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht zu führen. Lebensmittelexperte Armin Valet forderte, dass Packungen grundsätzlich voll befüllt sein müssten und nur in Ausnahmefällen maximal 30 Prozent Luftanteil möglich sein sollte. Die Füllmenge einer Packung sollte für den Verbraucher auf den ersten Blick sichtbar sein.

Von

afp

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