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09.10.2015

12:30 Uhr

Online-Handel

Bei Amazon gibt es jetzt auch „Handmade“

Amazon geht neue Wege und bietet seinen Kunden künftig auch Selbstgebasteltes an. „Handmade at Amazon“-Produkte gibt es zahlreiche – unter anderem Möbel und Schmuck. Leidtragende sind die Konkurrenten von Etsy.

Der Online-Versandhändler setzt in Zukunft auch auf Produkte, die per Hand gefertigt wurden. dpa

Amazon

Der Online-Versandhändler setzt in Zukunft auch auf Produkte, die per Hand gefertigt wurden.

San FranciscoBeim Online-Versandhaus Amazon in den USA gibt es jetzt auch Selbstgebasteltes und Selbstgemachtes. Alle Produkte auf dem neuen Marktplatz mit dem Namen „Handmade at Amazon“ müssen vollständig von Hand gefertigt, bearbeitet oder zusammengefügt sein, wie Amazon am Donnerstag mitteilte. Der Konzern macht damit dem erfolgreichen Online-Marktplatz Etsy in den USA Konkurrenz.

In Deutschland gibt es das neue Angebot vorerst nicht. „Amazon hat zu diesem Zeitpunkt keine Ankündigung zu machen“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Bei „Handmade at Amazon“ gibt es dem Unternehmen zufolge bereits 80.000 selbstgemachte Sachen zum Bestellen. Der Kunde kann nicht nur die Produkte anschauen, sondern auch, wie sie entstehen – dazu kommt eine Beschreibung des Herstellers. Zunächst gibt es die Kategorien Schmuck, Produkte fürs Heim wie Kunst, Leuchten oder Möbel, Partyzubehör und Papierwaren. Weitere Kategorien sollen folgen.

Amazon in Zahlen

Umsatz

88,99 Milliarden Dollar (2013: 74,45 Milliarden Dollar)

Ergebnis

241 Millionen Dollar Verlust (2013: 274 Millionen Dollar Gewinn)

Mitarbeiter

Rund 154.100 fest und zeitweise angestellte Beschäftigte. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf deutlich mit Ausschlägen vor allem zum Weihnachtsgeschäft.

Märkte

62,33 Prozent der Erlöse machte Amazon 2014 im Heimatmarkt USA (Anteil 2013: 59,8 Prozent). In Deutschland gab es nach Umrechnung in US-Währung einen Jahresumsatz von 11,9 Milliarden Dollar (2013: 10,535 Milliarden Dollar).

Steuern

Amazon stellte 2014 laut Jahresbericht 167 Millionen Dollar für die Einkommensteuer zurück (2013: 161 Millionen Dollar)

Zugelassen sind Unternehmen mit 20 oder weniger Angestellten oder Gemeinschaften mit weniger als hundert Mitgliedern. Sie zahlen für ihren Auftritt bei Amazon zwölf Prozent des Verkaufspreises.

Der Online-Marktplatz Etsy war bereits 2005 gegründet worden. Mittlerweile gibt es dort nicht mehr nur Selbstgebasteltes aus aller Welt zu kaufen, sondern auch „Vintage“-Produkte, die im Look des vergangenen Jahrhunderts gestaltet sind. Im vergangenen Jahr machte der Online-Marktplatz ein Umsatzplus von 56 Prozent und nahm 195 Millionen Dollar ein – machte aber einen Verlust von 15 Millionen Dollar.

Die Aktie von Etsy hat seit der Ausgabe im April zum Preis von 30 Dollar mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Nach der Ankündigung von Amazon sank der Kurs weiter um mehr als vier Prozent auf 13,57 Dollar (12,04 Euro).

Von

afp

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