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10.10.2012

21:43 Uhr

Online-Handelshaus

Ebay greift Groupon mit eigenem Schnäppchenportal an

Ebay will künftig die Milliarden Nutzerdaten seiner Nutzer stärker für eine direkte Kundenansprache nutzen und greift damit das Schnäppchenportal Groupon an. Die Groupon-Aktie reagierte und verlor mehr als vier Prozent.

Ein eBay-Logo an der Zentrale in San Jose. dapd

Ein eBay-Logo an der Zentrale in San Jose.

New YorkDas Online-Handelshaus Ebay startet ein eigenes Schnäppchenportal und greift damit den US-Anbieter Groupon an. Der US-Konzern bietet seit kurzem auf seiner Internetseite Gruppenrabatte auf Dienstleistungen wie beispielsweise Yoga-Stunden an, wenn diese auf genügend Interesse von mehreren Kunden stoßen.

Die Neuerung wird zunächst auf wenige Regionen in den USA beschränkt. Wenn es gut laufe, werde das Angebot ausgeweitet, kündigte der zuständige Ebay-Manager Devin Wenig an. „Wir haben 100 Millionen aktive Nutzer, die im Jahr Dinge im Wert von 70 Milliarden Dollar handeln“, sagte Wenig am Mittwoch in New York.

Ebay-Marketingchefin Rochelle Parham sagte: „Kein Unternehmen der Welt hat so umfassende Kundendaten wie wir.“ Das Kauferlebnis soll künftig persönlicher, die Internetseite einfacher und klarer werden. Außerdem soll es regionale Angebote geben.

„Jede Sekunde werden über unsere Plattform gut 2000 Dollar umgesetzt, verteilt auf 190 Länder der Erde. Und wir sind vom Anfang bis zum Ende dabei, vom ersten Stöbern über das Aussuchen und Kaufen bis zum Bezahlen“, sagte Parham. Mit diesen Daten könne ein maßgeschneidertes Angebot gemacht werden.

Der Amazon -Konkurrent hat sich für die Bereitstellung des neuen Dienstes mit dem Startup-Unternehmen Signpost zusammengeschlossen, das bereits für Google arbeitet. Bisher können die Schnäppchen nur in San Francisco, Los Angeles und der Hauptstadt Washington erworben werden.

Der Einstieg ist ein großer Schritt für das Online-Haus, welches bisher kaum im Markt für Dienstleistungen präsent ist und lediglich Waren anbietet. Die Groupon-Aktie reagierte umgehend und verlor mehr als vier Prozent.

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