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07.04.2017

16:20 Uhr

Online-Reiseportale

235 Betreiber erhalten Mahnbriefe

Online-Reiseportale werben oft mit besonders niedrigen Preisen. Die Nutzer müssen nach einer neuen EU-Untersuchung allerdings aufpassen. Nicht alles, was auf den ersten Blick günstig wirkt, ist am Ende ein Schnäppchen.

Online-Reiseportale vergleichen unter anderem Reise- oder Übernachtungskosten. Dadurch soll dem Kunden der günstigste Preis für sein Vorhaben garantiert werden. gms

Online-Reiseportale

Online-Reiseportale vergleichen unter anderem Reise- oder Übernachtungskosten. Dadurch soll dem Kunden der günstigste Preis für sein Vorhaben garantiert werden.

BrüsselWer im Internet eine Reise buchen will, stößt laut einer Untersuchung der EU-Kommission bei zahlreichen Anbietern auf irreführende Angaben. Bei einer Untersuchung von 352 Reiseportalen sei festgestellt worden, dass 235 von ihnen nicht zuverlässig über Preise informierten, teilte die Behörde am Freitag in Brüssel mit. Zudem seien angepriesene Sonderangebote in einem Fünftel der Fälle gar nicht erhältlich.

Um das Problem zu beheben, werden die Betreiber der Webseiten nun von den zuständigen Verbrauchschutzbehörden kontaktiert. Sollten die Missstände bleiben, müssten die Verantwortlichen Konsequenzen fürchten, hieß es. Möglich seien beispielsweise Gerichtsverfahren.

„Das Internet bietet den Verbrauchern zahlreiche Informationen, um ihren Urlaub zu planen und dabei Urlaubsreisen zu vergleichen und zu buchen. Wenn jedoch die Bewertungen auf Vergleichsportalen verzerrt oder die Preise nicht transparent sind, sind die Informationen für die Verbraucher irreführend“, kommentierte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourová. Internetunternehmen müssten europäische Vorschriften genauso einhalten wie Reisebüros.

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Neben irreführenden Preisangaben und Sonderangeboten entdeckte die EU-Kommission bei der Untersuchung nach eigenen Angaben noch etliche andere kritikwürdige Punkte. So wurden von jedem fünften untersuchten Portal Verbraucherbewertungen in einer unklaren oder nicht transparenten Art und Weise veröffentlicht. Rund 23 Prozent der Anbieter gaben zudem nur äußerst begrenzt Informationen über sich selbst preis. Vier Prozent machten überhaupt keine Angaben.

Einen falschen Eindruck können nach Angaben der Brüsseler Behörde auch Angaben zur Verfügbarkeit von Hotelzimmern erwecken. So beziehen sich zur Buchung verleitende Formulierungen wie „nur noch 2 verfügbar“ oder „nur heute verfügbar“ in etlichen Fällen gar nicht auf das Hotel, sondern nur auf die Verfügbarkeit über das jeweilige Reisebuchungsportal.

Von

dpa

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