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20.12.2014

16:10 Uhr

Online-Versandhändler

Rekordstreik bei Amazon geht weiter

Vier Tage vor Heiligabend rollt die Streikwelle bei Amazon weiter: Die Beschäftigten legen an der Hälfte der Standorte ihre Arbeit nieder – bis Weihnachten. Pünktlich liefern will der Online-Riese trotzdem.

Mitarbeiter vor der Betriebsstätte in Leipzig: Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht. dpa

Mitarbeiter vor der Betriebsstätte in Leipzig: Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht.

Bad HersfeldDer Streik gegen den Online-Versandhändler Amazon geht auch in der heißen Schlussphase des Weihnachtsgeschäfts an mehreren Standorten in ganz Deutschland weiter. Für viele Kunden scheint der Arbeitskampf, den die Gewerkschaft Verdi bis Heiligabend fortsetzen will, aber nach wie vor kaum zu spüren zu sein.

Gegen die geplante Sonntagsarbeit am vierten Advent in den Versandzentren Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) geht Verdi vor Verwaltungsgerichten in Kassel und Leipzig vor. Die Klagen heben nach Rechtsauffassung der Gewerkschaft die erteilten Ausnahmegenehmigungen für Amazon auf. Von den Gerichten gab es dazu am Samstag bisher aber keine Stellungnahme. Eine Amazon-Sprecherin am deutschen Hauptsitz in München äußerte sich nicht zu dieser Frage.

Bezahlen über Amazon

Seit wann ist das Bezahlen über Amazon in Deutschland möglich?

„Bezahlen über Amazon“ ist seit April 2011 in Deutschland verfügbar.

Was kostet Bezahlen über Amazon?

Die Anmeldung bei Amazon Payments ist für den Kunden kostenlos.

Wie viele Kunden sind in Deutschland registriert?

Dazu macht das Unternehmen keine Angabe.

Wie viele Online-Händler bieten das Zahlungsverfahren an?

Eine Auswahl von Online-Shops, die Amazon Payments nutzen, findet sich hier: https://payments.amazon.de/personal/directory.

Amazon_Details zum Nutzungsverhalten?

Eine Auswertung des Nutzerverhaltens gibt Amazon nicht bekannt.

Sie verneinte erneut, dass es bei den Auslieferungen zu Verspätungen komme: „Unsere Mitarbeiter sind stolz, daran mitzuwirken, dass die Kunden ihre Weihnachtspäckchen pünktlich bekommen.“ Amazon setzt im Weihnachtsgeschäft in Deutschland eine Stammbelegschaft von 10 000 Beschäftigten sowie weitere 10 000 Saisonkräfte ein.

Notfalls kann der Versandhändler auch ausländische Logistikzentren etwa in Polen nutzen. Am Streik beteiligen sich nach Amazon-Angaben etwa 2000 Mitarbeiter, Verdi spricht von 2400. Allein in Bad Hersfeld sollen es in den vergangenen Tagen etwa 600 gewesen sein.

Dort sagte eine Verdi-Vertreterin, Amazon-Mitarbeiter berichteten von einem Rückstau an Bestellungen. Die Gewerkschaft erhalte auch E-Mails von Kunden, denen zufolge die Lieferzeiten länger sind als üblich. Die Online-Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ veröffentlichte dagegen schon am Freitag eine nicht repräsentative Leserumfrage. Sie deutet darauf hin, dass Amazon tatsächlich in den meisten Fällen pünktlich liefern kann.

Der Ausstand in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) soll bis Heiligabend (15.00 Uhr) dauern. In dem seit 2013 laufenden Konflikt will Verdi erzwingen, dass Amazon nach dem Einzelhandels- statt nach dem niedrigeren Logistiktarif zahlt.

Erneute Streiks bei Amazon

„Wir fordern die Anerkennung des Tarifvertrags“

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dpa

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