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22.06.2011

12:24 Uhr

Onlinehandel

Otto expandiert nach Südamerika

Das Versandhaus Otto will im Herbst seinen Onlinehandel in Brasilien starten. Der Konzern setzt dabei auf ähnliches Umsatzwachstum wie in Russland. Außerdem verkündete Vorstandschef Schrader ein starkes Umsatzplus für 2010.

Otto-Sortieranlage in Hamburg. Quelle: dpa

Otto-Sortieranlage in Hamburg.

HamburgDer Versandhauskonzern Otto treibt seine Expansion mit dem Einstieg in den brasilianischen Markt voran. Der Konzern werde im Herbst mit dem Onlinehandel in dem südamerikanischen Land starten, kündigte Vorstandschef Hans-Otto Schrader am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz für 2010 an. Die Verhandlungen mit einem etablierten Versandhändler in dem Land befänden sich kurz vor dem Abschluss. Ziel sei es, in Brasilien eine ähnlich erfolgreiche Entwicklung wie in Russland zu erzielen und binnen fünf Jahren eine halbe Milliarde Dollar Umsatz zu erwirtschaften.

Otto setzt darauf, dass Brasilien weiter stark wächst. Seit 2003 legte der Einzelhandelsumsatz dort im Durchschnitt pro Jahr um neun Prozent zu. Zum Vergleich: In Deutschland rechnet die Branche trotz eines guten Jahresauftakts insgesamt nur mit einem mageren Umsatzplus von 1,5 Prozent.

Nach hohen Zuwächsen im vergangenen Jahr geht Otto für 2011 von einem langsameren Wachstum aus. Schrader stellte einen Anstieg von Umsatz und Ertrag im einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Als Grund nannte er die Diskussion um die Zukunft des Euro sowie Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln, die die Konsumstimmung in Deutschland dämpfen könnten. Otto setze weiter auf den stark wachsenden Onlinehandel und wolle sein Geschäft weiter ausweiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 (per Ende Februar) steigerte die Gruppe mit Marken wie Otto, Baur, Bonprix und Crate & Barrel den Umsatz um 12,6 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Größter Wachstumstreiber war erneut der Onlinehandel, bei dem sich Otto weltweit auf Rang zwei hinter dem US-Konzern Amazon sieht. Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld erhöhte sich um ein Viertel auf 4,8 Milliarden Euro. In Deutschland legten die Onlineumsätze sogar um über 27 Prozent zu.

„Vor einem Jahr haben wir die ehrgeizige Prognose eines zweistelligen Umsatzplus gewagt und sie gehalten“, sagte Schrader. Die Zahl der Mitarbeiter stieg den Angaben zufolge um 1.700 auf insgesamt 49.721 weltweit.

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