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31.10.2016

13:31 Uhr

Optik-Kette Fielmann

Gewinn im dritten Quartal sinkt

Fielmann hat weniger verdient – sowohl in den ersten neun Monaten als auch im dritten Quartal. Um den Umsatz zu steigern, sollen neue Filialen eröffnet und bestehende Geschäfte vergrößert werden.

Die Optik-Kette blickt wenig zuversichtlich auf das laufende Jahr. dpa

Fielmann

Die Optik-Kette blickt wenig zuversichtlich auf das laufende Jahr.

HamburgDie führende deutsche Optik-Kette Fielmann hat im dritten Quartal etwas weniger verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn verringerte sich vor Steuern von 77 auf 70 Millionen Euro, nach Steuern von 54,8 auf 49,7 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit. Auch für die ersten neun Monate insgesamt sind die Gewinne rückläufig, sie fielen nach Steuern von 137,5 auf 132,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Fielmann einen Gewinn vor Steuern leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Die übrigen wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen der Optik-Kette bewegen sich dagegen im Plus. Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten von 987 Millionen auf eine Milliarde Euro, der Absatz von 5,77 auf 5,9 Millionen Brillen. „Fielmann expandiert weiter, wird im Laufe des Jahres zusätzliche Geschäfte eröffnen, in bessere Lagen umziehen und weitere Niederlassungen mit Hörgeräteabteilungen ausstatten“, heißt es in der Mitteilung.

Das sind Deutschlands größte Optiker

Platz 10

Die Kette Eyes and More eröffnet mit einem Jahresumsatz im Jahr 2014 von 33,2 Millionen Euro die Top Ten. 2006 eröffnete in Lübeck die erste Filiale. Mittlerweile hat das Unternehmen mit Sitz in Bad Segeberg ein rasantes Wachstum hingelegt und 79 Filialen, die in Eigenregie oder Franchising betrieben werden.

Platz 9

Krass Optik machte 2014 in Deutschland 38,3 Millionen Euro Umsatz. Die Kette mit Sitz in Dornach-Aschheim hatte zu diesem Zeitpunkt 67 Filialen.

Platz 8

Abele Optik liegt mit 38,5 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem achten Platz. 1945 in Würzburg gegründet betreibt die Optiker-Kette heute 72 Filialen. Die Anzahl der Geschäfte ist seit Jahren stabil.

Platz 7

Die Kette Binder Optik macht mit ihren deutschen Niederlassungen einen Jahresumsatz von 40,1 Millionen Euro. 49 Filialen betreibt das Unternehmen in Deutschland. Binder Optik wurde 1975 von Helmut und Gabriele Baur in Böblingen gegründet und ist vor allem im Süden Deutschlands vertreten. Es gibt aber auch Filialen auf Mallorca.

Platz 6

Optik Matt ist nach Umsatz die sechstgrößte Kette in Deutschland. Das Unternehmen machte mit seinen 71 deutschen Filialen 2014 einen Umsatz von 43 Millionen Euro. Optik Matt wurde 1955 von Hannelore und Bernhard Matt in Regensburg gegründet.

Platz 4

Mit einem Jahresumsatz von 47 Millionen Euro liegt Optiker Bode auf Rang fünf. Die Kette betrieb Ende 2014 insgesamt 74 Filialen in Deutschland. Hans Bode eröffnete 1938 in Hamburg-Barmbek die erste Filiale.

Platz 4

Die Aktivoptik Service AG liegt mit einem Jahresumsatz von 48,3 Millionen Euro auf Rang vier der Liste. Inklusive Franchisepartner hatte das Unternehmen 2014 insgesamt 79 Filialen. Die erste wurde 1989 in Gensingen eröffnet. Das Unternehmen bietet mittlerweile auch Hörgeräte an.

Platz 3

Die Kette Pro Optik liegt mit 112 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem dritten Platz in Deutschland. Inklusive Franchisepartnern hat betreibt das Unternehmen 126 Filialen. Pro Optik wurde 1985 von Rainer Hildebrandt und Peter Hoppert gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wendlingen und in den vergangenen Jahren ein kräftiges Wachstum bei den Filialen hinter sich.

Platz 2

Mit einem Jahresumsatz von 426 Millionen Euro ist Apollo Optik die Nummer zwei in Deutschland. Das Unternehmen betreibt mit seinen Franchisepartner die meisten Filialen in Deutschland. 2014 waren es 751. Doch am Branchenprimus in Deutschland kommt Apollo Optik beim Umsatz nicht vorbei.

Platz 1

Fielmann ist die unumstrittene Nummer eins in Deutschland. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 973 Millionen Euro mit seinen Niederlassungen in Deutschland. 582 davon betrieb die börsennotierte AG Ende 2014. Das Unternehmen wuchs damit in den vergangenen Jahren leicht. 2009 waren es noch 551 Optik-Geschäfte.

Quelle: ZVA

Für das Gesamtjahr erwartet Fielmann allerdings ein schwächeres Umsatzwachstum, vor allem der warme September sei „relativ schwach” gewesen. Daher werde der Vorsteuergewinn im Gesamtjahr wohl unter dem Vorjahreswert von 240,1 Millionen Euro bleiben. Die Anleger reagierten verschnupft – die Aktie sank um vier Prozent auf 64,81 Euro und hielt damit die rote Laterne im Nebenwerteindex MDax.

Offiziell wird der Fielmann-Quartalsbericht am Donnerstag dieser Woche veröffentlicht. In der vergangenen Börsenwoche hatte jedoch der Kurs der Fielmann-Aktie um mehr als zehn Prozent nachgegeben, nachdem er vorher stark gestiegen war. Daraufhin machten an der Börse Gerüchte über rückläufige Geschäfte bei Fielmann die Runde.

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